Westafrika

Rede unserer internationalen Präsidentin vor den Vereinten Nationen

Dr. Joanne Liu, internationaler Präsidentin von Ärzte ohne Grenzen, hält im Rahmen eines Treffens anlässlich des Ebola-Ausbruchs in Westafrika, eine Rede vor den Vereinten Nationen.

United Nations 2014

„Anstatt neue Ebola-Behandlungszentren in Liberia aufzubauen, sind wir gezwungen, Krematorien zu errichten“, sagte Dr. Joanne Liu, internationale Präsidentin von Ärzte ohne Grenzen, in ihrer Rede vor den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen am 2. September 2014 in New York.

Dr. Joanne Liu warf der Weltgemeinschaft mit Blick auf die bisher schlimmste Ebola-Epidemie Versagen vor. Am Rande der Anhörung erklärte Liu: „Es ist ein Wettlauf mit der Zeit, und Ebola scheint zu gewinnen.“ Die Zeit für Treffen und Planungen sei vorbei. „Es ist jetzt Zeit zu handeln. Jeder Tag, an dem nichts unternommen wird, bedeutet weitere Tote und den langsamen Zusammenbruch der Gesellschaften in den betroffenen Ländern." Die weitere Ausbreitung des Virus könne nur durch eine umfangreiche Entsendung von spezialisierten medizinischen Einheiten aufgehalten werden.