Irak

Nach einer Reihe von Attentaten versorgt Ärzte ohne Grenzen Krankenhäuser in Mossul mit medizinischem Material

In der vom Krieg zerrütteten nordirakischen Stadt Mossul nimmt die Gewalt dramatisch zu. Am Mittwoch, dem 16. Juli gab es sechs tödliche Explosionen, von denen vier durch Autobomben und zwei durch Selbstmordattentate verursacht wurden. Ärzte ohne Grenzen versorgt die Krankenhäuser der Stadt seit längerem mit medizinischem Material. Derzeit werden in den Kliniken viele Verwundete aufgenommen, allein am Mittwoch wurden in eines der unterstützen Krankenhäuser rund 90 Opfer der Bombenanschläge eingeliefert.

Als erste Unterstützung nach den Attentaten hat Ärzte ohne Grenzen von der jordanischen Hauptstadt Amman aus medizinische Hilfsgüter nach Mossul geschickt. Darunter sind Material für 100 Narkosen, 100 normale Verbände und 40 spezielle Verbände für Brandverletzungen, sowie Medikamente für 25 Operationen. Die Kontaktperson der Organisation vor Ort ermittelt derzeit, ob es darüber hinaus noch Bedarf an Materialien gibt.

Da die Sicherheitslage keine direkte Präsenz von Mitarbeitern von Ärzte ohne Grenzen in der zentralirakischen Konfliktzone erlaubt, hat die Organisation Hilfsprogramme in Amman und in den kurdischen Provinzen im Norden des Irak aufgebaut. Von dort aus werden Krankenhäuser im nördlichen Kriegsgebiet durch die Lieferung von medizinischem Material und die Schulung von Personal unterstützt. Ärzte ohne Grenzen unterstützt auch Krankenhäuser im Zentralirak mit medizinischem Material und dem Training von Personal.