Südsudan

Mitarbeiterporträt Dirk Vogel, KFZ-Experte/Logistiker

Dirk Vogel

Alter:

48

Letzte Arbeitsstelle in Deutschland:

Zuletzt habe ich nicht in Deutschland gearbeitet, sondern in Nordkenia in einem Entwicklungshilfeprojekt. Meine Aufgaben dort waren die Betreuung und Organisation einer KFZ-Werkstatt in einer sehr ländlichen Region sowie die Ausbildung der einheimischen Angestellten.

Ausbildung:

KFZ - Mechaniker

Projekte mit Ärzte ohne Grenzen:

2013 für drei Monate in Maban im Südsudan.

Ein Buch, das mich während meines letzten Einsatzes begleitet hat:

Der "Chronist der Winde" von Henning Mankell und "Ach Afrika" von Bartholomäus Grill.

Musik, die ich gehört habe:

Da so viele verschiedene Nationen und Altersgruppen in dem Projekt zusammenarbeiteten, war die Auswahl an Musik riesig groß. Meine Favoriten waren Tiken ya Fakoly und der gute Bob Marley.

Wie sah dein Berufsalltag im letzten Projekt mit Ärzte ohne Grenzen aus?

Als Mechaniker war natürlich die wichtigste Aufgabe, die Mobilität des medizinischen Personals zuverlässig zu gewährleisten, was heißt, die Autos unter schwierigen Bedingungen am Laufen zu halten. Dies begann mit der Einweisung der Fahrer am Morgen und ständiger Kontrolle der Fahrzeuge. Des Weiteren war die Versorgung mit Strom und Wasser ein Teil meiner Arbeit. Generatoren und Wasserpumpen wurden regelmäßig gewartet oder repariert in Zusammenarbeit mit meinen lokalen Mitarbeitern und internationalen Mitarbeitern von Ärzte ohne Grenzen. Der Arbeitsalltag war jeden Tag anders und immer eine Herausforderung an Mensch und Technik.

Die Zusammenarbeit mit den Kollegen war eine herausragende Erfahrung für mich. Im Projekt musste alles unter schwierigen Bedingungen gemeinsam koordiniert werden, um das Hilfsprogramm effektiv zu machen: Da waren die Versorgung und Lagerung von Treibstoff, der Service für Generatoren und Pumpen, Wartung und Reparatur der Fahrzeuge, Beschaffung von Ersatzteilen und Werkzeugen sowie die Organisation des Werkstattlagers. All dies haben wir in Zusammenarbeit mit Menschen gemacht, die zum Teil nur Krieg in ihrem Leben kennengelernt haben.

Was hast du in deiner Freizeit gemacht?

In Maban war der Freizeitwert nicht unbedingt hoch. Aus Sicherheitsgründen waren Ausflüge in benachbarte Orte sehr beschränkt. Meistens saß man zusammen, hat über den vergangen Tag geredet, sich erzählt. Ich habe viel mit meiner Familie in Deutschland und Kenia kommuniziert, und samstags war gemeinsames Kochen, Musik und einfach Zusammensitzen.

Was hast du am meisten geschätzt während deines letzten Projektaufenthalts?

Die Menschen, mit denen ich arbeite und die, für die wir arbeiten. Ein großes Gefühl von Verantwortung und Respekt.

Was hat dir am meisten von Zuhause gefehlt?

Sich frei bewegen zu können, und meine Familie.

Welche Pläne hast du für die Zukunft?

Ein weiteres Projekt mit Ärzte ohne Grenzen, vielleicht auch länger und mit meiner Frau zusammen. Gerne in Afrika.

Was ist die schönste Erinnerung an die Projektarbeit?

Da sind viele gute Erinnerungen. Geschätzt habe ich wirklich die Gespräche mit Kollegen und die Art der Zusammenarbeit.