Jahresrückblick 2014: Ebola in Westafrika

Mehr als 300 internationale & 3.000 nationale MitarbeiterInnen kämpfen gegen Ebola. (Stand: Dezember 2014)

Im März 2014 werden im westafrikanischen Guinea erste Patienten positiv auf Ebola getestet. Von dort breitet sich die Krankheit auf Liberia und Sierra Leone aus – später gibt es auch in weiteren Ländern der Region, z.B. in Nigeria, Fälle. Ärzte ohne Grenzen erkennt schnell, dass das Ausmaß der Ebola-Epidemie beispiellos ist. In den folgenden Monaten versucht die Organisation, die internationale Gemeinschaft auf die Dimension dieser Epidemie aufmerksam zu machen. Im Juni ist Ärzte ohne Grenzen noch immer die einzige Organisation, die vor Ort gegen Ebola im Einsatz ist. Im September erklärt die Internationale Präsidentin von Ärzte ohne Grenzen, Joanne Liu, vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen: "Die Regierungen versagen angesichts dieser grenzüberschreitenden Bedrohung. Die Erklärung der WHO vom 8. August, wonach die Epidemie eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite darstellt, hatte keine entschiedenen Maßnahmen zur Folge.“ Seit März 2014 hat Ärzte ohne Grenzen mehr als 6.400 Patienten aufgenommen, von denen etwa 4.000 positiv auf Ebola getestet wurden (Stand 2.12.2014), 306 internationale und 3.078 nationale Mitarbeiter sind derzeit im Einsatz. Schließlich kommt die internationale Hilfe langsam in Gang – doch sie bleibt zu langsam und bruchstückhaft.