Südsudan

Gewalt gegen Gesundheitseinrichtungen - Ärzte ohne Grenzen veröffentlicht Bericht

Der Operationssaal der Klinik von Ärzte ohne Grenzen in Leer, Südsudan, wurde Anfang 2014 zerstört. Hunderttausende Südsudanesen haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung.

Gewalt in Krankenhäusern und die Zerstörung von Gesundheitseinrichtungen machen für viele Südsudanesen medizinische Hilfe unerreichbar. Seit der bewaffnete Konflikt im Dezember letzten Jahres im Südsudan ausbrach, wurden mindestens 58 Menschen auf Krankenhausgeländen getötet und mindestens sechs Mal Kliniken geplündert oder niedergebrannt. Das geht aus dem Bericht „South Sudan Conflict: Violence against Healthcare“ hervor, den Ärzte ohne Grenzen am Dienstag veröffentlichte. „Patienten wurden in ihren Krankenhausbetten erschossen und lebensrettende Einrichtungen niedergebrannt oder zerstört“, sagt Raphael Gorgeu, Landeskoordinator im Südsudan. „Diese Angriffe haben weitreichende Konsequenzen für Hunderttausende Menschen, die keine medizinische Versorgung mehr erhalten.“