Ärzte ohne Grenzen nach Angriff der Lord's Resistance Army (LRA) auf Dorf in Haut Uélé in Sorge um nationale Mitarbeiter und Patienten

D.R. Kongo

Nach dem Angriff auf das Dorf Banda durch die LRA (Lord's Resistance Army) ist das gesamte kongolesische und internationale medizinische Personal von Ärzte ohne Grenzen in Sicherheit. Die Organisation macht sich allerdings große Sorgen um das Schicksal mehrerer lokaler nicht medizinischer Mitarbeiter, Patienten und der Bevölkerung vor Ort. Banda und das dortige Team von Ärzte ohne Grenzen sind am Sonntag, dem 15. März 2009, von etwa 20 Rebellen der LRA überfallen worden. Ärzte ohne Grenzen hat in dem Dorf in der Region Haut-Uélé seit Mitte 2008 ein Schlafkrankheitsprojekt betrieben.

Unklar ist bislang, was nach dem Angriff aus den zwölf Patienten des Krankenhauses von Banda und mehreren lokalen nicht medizinischen Mitarbeitern von Ärzte ohne Grenzen geworden ist. Außerdem gibt es bisher weder gesicherte Informationen über die Zahl getöteter und verletzter Personen noch über das Schicksal von rund 30 Kindern, die vor den Augen des Teams von Ärzte ohne Grenzen von den Rebellen, aneinander angekettet, in den Busch verschleppt wurden.

Der Angriff vom 15. März führt einmal mehr die heikle Situation und die Unsicherheit vor Augen, in der sich die Menschen der Region Haut-Uélé im Norden der Demokratischen Republik Kongo befinden, in der es seit vergangenem Oktober immer wieder tödliche Angriffen der ursprünglich aus Uganda kommenden Rebellen kommt.

Ärzte ohne Grenzen musste das Hilfsprogramm in Banda unterbrechen. Die Organisation wird allerdings alles tun, um zu gewährleisten, dass die Patienten im Krankenhaus von Banda ihre Therapie dennoch zu Ende führen können.