Guinea-Bissau

Die Aktivitäten von Ärzte ohne Grenzen 2008 im Überblick

Ärzte ohne Grenzen reagiert auf eine Choleraepidemie in Guinea-Bissau mit einem Nothilfeeinsatz. Im Mai 2008 wird der Ausbruch der hochinfektiösen bakteriellen Erkrankung erstmals verzeichnet. Im Juli ruft die Regierung den Gesundheitsnotstand aus und bittet um internationale Hilfe.

Die Aktivitäten im Einzelnen (Auszug)

Cholera kann sich schnell durch verseuchtes Wasser ausbreiten und ist in Guinea-Bissau endemisch: Es gibt dort kein Abwassersystem, und der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist sehr begrenzt. Als Ärzte ohne Grenzen im August 2008 die Arbeit aufnimmt, gibt es landesweit rund 4.000 Cholerakranke und 93 Tote. Die Hauptstadt Bissau ist mit 70 Prozent aller registrierten Fälle am stärksten von der Epidemie betroffen. Die Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen unterstützen das Gesundheitsministerium dabei, den Ausbruch einzudämmen: Koordinatoren, Pflegekräfte, Logistiker und Epidemiologen kümmern sich um die Behandlungszentren, helfen dem lokalen Personal und tragen dazu bei, dass Erkrankte schneller aufgespürt und behandelt werden. Mobile Teams verbessern die Trinkwasser- und sanitäre Versorgung und machen Hausbesuche bei den Patienten. Ärzte ohne Grenzen behandelt mehr als 8.000 Patienten und trägt durch die Vorbeuge- und sanitären Maßnahmen dazu bei, der Epidemie Einhalt zu gebieten. Ende November übergibt die Organisation die Projekte an die lokalen Gesundheitsbehörden und andere humanitäre Organisationen.

Ärzte ohne Grenzen arbeitet von August bis November 2008 in Guinea-Bissau.