Simbabwe

Ärzte ohne Grenzen reagiert auf massiven Choleraausbruch

Ein kleiner Patient ruht sich auf seinem Bett in der Cholerastation in der Poliklinik von Budirio aus.

Die internationale humanitäre Organisation Ärzte ohne Grenzen behandelt Cholerapatienten in Simbabwe seit dem Ausbruch der Krankheit im August dieses Jahres und wird sich weiterhin so lange wie nötig um die Erkrankten kümmern. Die Cholera hat sich in vielen Provinzen des Landes ausgebreitet, am schlimmsten ist jedoch die Hauptstadt Harare einschließlich der Vororte betroffen, wo Ärzte ohne Grenzen zwei Cholera-Behandlungszentren eingerichtet hat. In einem Krankenhaus für ansteckende Krankheiten und in der Poliklinik von Budiriro hat Ärzte ohne Grenzen bislang 4.000 Cholera-Patienten behandelt, in der Provinz Mudzi, an der Grenze zu Mosambik, waren es bisher 1.300. Die Zahl der Neuerkrankungen ist nach wie vor hoch, hat sich in Harare aber auf etwa 350 Neuaufnahmen pro Tag stabilisiert.

Die Situation in Breitbridge, einer Stadt nahe der Grenze zu Südafrika, hat sich verbessert, nachdem hier seit Mitte November 3.000 Cholera-Fälle registriert wurden. Die Zahl der Neuerkrankungen geht mittlerweile zurück.

Ärzte ohne Grenzen deckt ebenfalls die ländlichen Gebiete südlich von Harare sowie die Provinzen Masvingo und Manicaland medizinisch ab, wo es zu vereinzelten Cholera-Fällen in mehreren Dörfern gekommen ist.

Ärzte ohne Grenzen versucht so eng wie möglich mit dem Gesundheitsministerium Simbabwes zusammen zu arbeiten und schult die einheimischen Mitarbeiter in der Versorgung der Patienten und der Prävention künftiger Krankheitsausbrüche. Notfallteams der Organisation sind in den am meisten betroffenen Regionen vor Ort und liefern dringend benötigte Vorräte. Die Mitarbeiter werden außerdem Meldungen von Neuerkrankungen weiterhin nachgehen und versuchen, den Choleraausbruch unter Kontrolle zu halten.