Nigeria

Ärzte ohne Grenzen behandelt Opfer nach Kämpfen in Port Harcourt

Ärzte ohne Grenzen hat am Montag, den 12. Oktober, Patienten behandelt, die angeblich während einer Demonstration verletzt wurden, die sich gegen die Zerstörung des Gebietes Bundu-Aman im Hafengebiet der Stadt Port Harcourt richtete.

Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen haben bisher neun Verletzte im Krankenhaus Teme im Zentrum der Stadt behandelt. Alle Patienten hatten Schusswunden. Die Menschen hatten Bauch und Brustwunden, aber auch Knochenbrüche. Zwei Patienten mussten sofort operiert werden.

"Als medizinische Einrichtung ist es unsere Hauptaufgabe, Patienten zu behandeln. Wir sind vorbereitet, mehr medizinische Unterstützung zu leisten, wenn es nötig wird", sagt Barbara Frederick, Projektkoordinatorin von Ärzte ohne Grenzen in Port Harcourt.

Ärzte ohne Grenzen ist eine unabhängige, unparteiliche und neutrale humanitäre Organisation und arbeitet seit dem Jahr 1996 durchgehend in Nigeria. Die Teams leisten derzeit in vier Staaten des Landes medizinische Hilfe und unterstützt seit dem Jahr 2005 das Traumazentrum  in Port Harcourt. Ärzte ohne Grenzen hat im Krankenhaus Teme im Jahr 2008 mehr als 9.300 Notfälle behandelt und 3.000 Operationen durchgeführt.