Ziele

Ärzte ohne Grenzen trägt dazu bei, medizinische Hilfe für Menschen in Not zu leisten und ihr Leid zu lindern, wenn durch Naturkatastrophen oder durch Menschen verursachte Krisen die lokalen Gesundheitsstrukturen nicht mehr greifen.

Auf der Grundlage der Leitsätze hat die deutsche Sektion von Médecins Sans Frontières/Ärzte ohne Grenzen folgende Ziele für die Jahre 2013 bis 2015 verabschiedet (Auszug):

  • Verbesserung der medizinischen Qualität: Ärzte ohne Grenzen setzt sich weiter für die Verbesserung der medizinischen Qualität in den Programmen ein. Dazu wird ein neues Evaluierungskonzept eingeführt. Leitungspositionen werden zudem verstärkt mit medizinisch geschulten Mitarbeitern besetzt. Bei der Behandlung der  multiresistenten Tuberkulose tritt Ärzte ohne Grenzen für neue Medikamente ein.
     
  • Stärkung der humanitären Debatte: Die Verletzung der humanitären Prinzipien – Unparteilichkeit, Unabhängigkeit und Neutralität – stellt eine große Gefahr für die Arbeit in den Projektländern dar. Ziel ist es, in Politik und Gesellschaft ein stärkeres Bewusstsein für die Bedeutung dieser Prinzipien zu schaffen. Die Medikamentenkampagne setzt sich für patientenfreundliche Patentrechte, mehr Forschung für die Therapie vernachlässigter Krankheiten und eine bedarfsorientierte Finanzierung von internationaler Gesundheit durch die deutsche Regierung ein.
     
  • Effiziente und effektive Netzwerk-Kooperation: Die deutsche Sektion wird mehr Projektverantwortung übernehmen und die Projektabteilung effizienter strukturieren. Zudem werden durch neue sektionsübergreifende Modelle der Personalanwerbung die Positionen in den Projekten schneller und besser besetzt.
     
  • Verbesserung der internationalen Kooperation: Die interne Steuerung der Organisation wird durch ein effizienteres internationales Berichtswesen weiter verbessert. Dazu werden auch verschiedene internationale Projekte innerhalb des Netzwerkes umgesetzt, die auf  einen besseren Ressourceneinsatz abzielen.
     
  • Steigerung personeller und finanzieller Ressourcen: Bis zum Jahr 2015 sollen die Spendeneinnahmen der deutschen Sektion auf 80 Millionen Euro ansteigen. Die Personalanwerbung wird zielgruppengenauer auf die Anforderungen in den Projekten ausgerichtet und die Personalbindung erhöht. Hinzu kommen Kooperationen mit anderen medizinischen Organisationen.

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