Lexikon

Aerogen

von der Luft ausgehend

Aids

acquired immune deficiency syndrome: erworbenes Immunmangelsyndrom

Aidshospiz

Pflegestation für Aids-Patienten im Endstadium

Akutes Nierenversagen

Schockniere: plötzlicher partieller oder totaler Verlust der harnbildenden Nierenfunktion. In der Folge werden giftige Stoffe nicht mehr aus dem Körper ausgeschieden.

Alveolen

Lungenbläschen, Ende der Atemwege. Hier findet der Gasaustausch statt, d.h. hier wird der eingeatmete Sauerstoff ins Blut aufgenommen.

Anämie

so genannte Blutarmut: Verminderung der roten Blutkörperchen und des Blutfarbstoffs

Antibiotikum

Stoffgruppe zur Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten. Antibiotika töten die Bakterien entweder ab, oder sie hemmen deren Vermehrung.

Antigen

Substanz, die vom Immunsystem als fremd erkannt wird und auf die das Immunsystem durch die Bildung von Antikörpern reagiert.

Antikörper

spezielle Eiweiße (Immunglobuline), die das Immunsystem nach Kontakt des Körpers mit Fremdzellen (Antigenen) bildet und die zu einer spezifischen Abwehrreaktion des Körpers führen (Antigen-antikörper-Reaktion).

Antiretrovirale Kombinationstherapie

Eine Kombination aus Medikamenten zur Behandlung von HIV/Aids, die eine Vermehrung des Virus hemmen, zu einer Rückbildung der HIV-bedingten Symptome führen und das Leben deutlich verlängern können. Bei Schwangeren wird die Gefahr der Übertragung des Virus auf das Kind verringert. Für eine größtmögliche Wirkung und zur Vorbeugung gegen Resistenzen werden meist drei Präparate kombiniert (Dreifachtherapie).

Antiretrovirale Medikamente (ARV)

Eine Kombination aus Medikamenten zur Behandlung von HIV/Aids, die eine Vermehrung des Virus hemmen, zu einer Rückbildung der HIV-bedingten Symptome führen und das Leben deutlich verlängern. Bei Schwangeren wird die Gefahr der Übertragung des Virus auf das Kind verringert. Für eine größtmögliche Wirkung und zur Vorbeugung gegen Resistenzen werden meist drei Präparate kombiniert (Dreifachtherapie).

Asphyxie

Atemstillstand infolge Herz-Kreislaufversagens oder Atemlähmung, der zur Bewusstlosigkeit und Sauerstoffunterversorgung führt und umgehend eine Reanimation (Wiederbelebungsmaßnahmen) erfordert.

Atemwegserkrankungen

allgemeiner Ausdruck für ein großes Spektrum von Erkrankungen, die die Atemwege (Hals, Nasennebenhöhlen, Bronchien, Lunge) betreffen.

Auskultation

Abhorchen der im Körper entstehenden Schallzeichen - meist mit dem Stethoskop

Blasen-Scheiden-Fistel

Unnatürliche Verbindung zwischen Scheide und Blase, die entsteht, wenn bei einem Geburtsstillstand der kindliche Kopf gegen das Becken der Schwangeren drückt. Das Gewebe stirbt ab und hinterlässt eine Verbindung zwischen Scheide und Blase. Der Urin kann dann nicht mehr kontrolliert werden.

Blut-Hirnschranke

selektiv durchlässige Schranke zwischen Blut und Hirnsubstanz, die die Nervenzellen des Zentralen Nervensystems vor schädlichen Stoffen schützt.

Bluttransfusion

Übertragung/Infusion von Blutbestandteilen oder Vollblut von einem Blutspender auf einen Empfänger

Bronchitis

Infektion der Bronchien, die sich durch Husten äußert

Buruli-Ulkus

Der Erreger ist wie bei Tuberkulose und Lepra ein Mycobakterium, durch das sich eine Art Geschwür unter oder auf der Haut bildet. Die Infektion zerstört Haut und Knochengewebe. Die Geschwüre müssen chirurgisch entfernt werden. Wegen ihrer Größe kann es zu Amputationen kommen.

Cholera

Schwere Durchfallerkrankung, die lebensgefährlich sein kann und durch unterschiedliche Erregervarianten des Bakteriums Vibrio cholerae hervorgerufen wird. Die Übertragung erfolgt durch verschmutztes Wasser, verunreinigte Lebensmittel oder direkten Kontakt. Teams von Ärzte ohne Grenzen isolieren die Patienten in Cholera-Behandlungszentren und therapieren vor allem mit einer speziellen Rehydratationslösung, um den hohen Elektrolyt- und Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Cholera-Kit

Speziell von Ärzte ohne Grenzen zusammengestellte Versorgungseinheit, die alles enthält, was zur Behandlung von Cholera-Patienten gebraucht wird.

Dehydratation

Flüssigkeitsverlust des Körpers durch gesteigerte Wasserabgabe über die Nieren, den Magen-Darm-Trakt, die Lunge oder die Haut, der zum Versagen lebenswichtiger Organe führen kann.

Delirium

Bewusstseins-, Orientierungs- und Wahrnehmungsstörungen mit motorischer Unruhe

Dengue-Fieber

Durch Mücken übertragene Krankheit, die hauptsächlich in städtischen Ballungsgebieten Asiens und Lateinamerikas auftritt. Weltweit gibt es geschätzt mehr als 50 Millionen Fälle. Schwere Verlaufsformen können insbesondere bei Kindern tödlich verlaufen. Eine ursächliche Behandlung gegen das Dengue-Virus steht nicht zur Verfügung, nur die Symptome wie hohes Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen können gelindert werden. Allein das Vermeiden von Mückenstichen bietet Schutz vor einer Erkrankung.

Desinfektion

Abtötung, Reduzierung bzw. Entfernung von krankheitserregenden Mikroorganismen wie Bakterien und Viren

Diarrhoe

Durchfall

DIC

disseminierte intravasale Gerinnung: Blutgerinnungsstörung. Ausgelöst durch verschiedene Krankheiten kann es zu einer Aktivierung des Gerinnungssystems kommen, wobei sich Mikrothromben in den Blutgefäßen bilden. Infolge des massiven Verbrauchs an Gerinnungsfaktoren kommt es zu inneren Blutungen.

Dysenterie

Ruhr: blutige Durchfälle, die durch Amöben oder Bakterien (z.B. Shigellen) ausgelöst werden.

Ebola

Hochansteckende Viruserkrankung, die zu den hämorrhagischen Fiebern zählt und meist tödlich verläuft. Symptome sind unter anderem hohes Fieber, Erbrechen und Blutungen. Patienten müssen isoliert und Kontaktpersonen überwacht werden.

Elektrolyte

Lebensnotwendige Mineralstoffe (z.B. Natrium, Kalium, Magnesium)

Empirie

durch Erfahrung gewonnene Erkenntnisse

Endemie

ständiges Vorkommen einer Krankheit innerhalb eines geographisch begrenzten Gebietes

Enzephalitis

Entzündung des Gehirns, die durch unterschiedliche Erreger ausgelöst werden kann.

Epidemie

gehäuftes Auftreten einer Infektionskrankheit. Die Epidemie ist sowohl örtlich als auch zeitlich begrenzt.

Epidemiologie

Wissenschaftszweig, der sich mit dem Auftreten und der Verbreitung von übertragbaren und nicht übertragbaren Krankheiten befasst.

Ernährungszentrum

Mangelernährte Kinder werden in den meisten Fällen ambulant versorgt. Mütter erhalten beispielsweise eine kalorienreiche, mit Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien angereicherte Erdnusspaste, die sie ihren Kindern über einen Zeitraum von rund sechs Wochen verabreichen können. Kranke, stark mangelernährte Kinder bleiben zur intensiven Behandlung im Ernährungszentrum. Da mangelernährte Kinder anfälliger für Infektionskrankheiten sind, werden sie dort zum Beispiel gegen Masern geimpft.

Gasaustausch

Übergang von Sauerstoff ins Blut bzw. von Kohlendioxid aus dem Blut in die Lungenalveolen

Generika

Sogenannte Nachahmermedikamente, die dieselben Wirkstoffe enthalten wie das patentgeschützte, aber meist teurere Originalpräparat.

Gesundheitszentrum

Zentrum, in dem die Patienten medizinisch untersucht werden und eine Erst-und Grundversorgung erhalten. Herzstück der Arbeit von Ärzte ohne Grenzen in Flüchtlingslagern. Kleinere Einheiten werden als Gesundheitsposten bezeichnet. Die Statistiken der Zentren dienen gleichzeitig zur epidemiologischen Überwachung.

Globaler Fonds

Internationale Institution zur Finanzierung von Maßnahmen zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria. Gegründet wurde er im Jahr 2002, bis Ende 2007 hat er 8,4 Milliarden US-Dollar zur Verfügung gestellt. Der Großteil der Summe stammt von der G8-Gruppe, in der die sieben reichsten Industrienationen sowie Russland zusammengeschlossen sind.

Glukoseinfusion

Infusion einer Zuckerlösung

Hämolyse

Abbau der roten Blutkörperchen (Erythrozyten)

HIV/Aids

Immunschwächekrankheit, an der weltweit rund 33 Millionen Menschen leiden. Zwei Drittel aller HIV-Infizierten leben in Afrika, südlich der Sahara. HIV/Aids zählt neben Tuberkulose, Malaria, Lungenentzündung und infektiösen Durchfallerkrankungen zu den häufigsten Todesursachen in ärmeren Ländern. Die Therapie ist zweigleisig: Um die Vermehrung der Viren zu hemmen, werden antiretrovirale Medikamente eingesetzt. Wenn aufgrund des geschwächten Immunsystems Krankheiten (opportunistische Infektionen) auftreten, werden diese gezielt behandelt.

Hyperglykämie

Überzuckerung des Blutes: Zuckergehalt des Blutserums beträgt über 6,7mmol/l (120mg/dl), z.B. bei Diabetes mellitus.

Hypoglykämie

Verminderung des Blutzuckers: Zuckergehalt liegt unter 2,8 mmol/l, ausgelöst z.B. durch Hunger, Medikamente oder insulinproduzierende Tumore

Hypothermie

Unterkühlung, Absinken der Körpertemperatur unter 37°C

Immunität

Unempfänglichkeit des Organismus für eine Infektion mit krankheitserregenden Mikroorganismen

Immunsystem

Abwehrsystem des Körpers

Impfkampagne

Besteht die Gefahr einer Epidemie beispielsweise durch Masern oder Meningitis, wird die Bevölkerung in dem betroffenen Gebiet geimpft, um eine Ansteckung mit der Krankheit zu verhindern. Jeder Geimpfte wird registriert und erhält einen Impfpass. Oft werden bei einer Kampagne mehrere Zehntausend Menschen erreicht.

Impfung

Erzeugung einer Immunität zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten. Aktive Immunisierung: Durch die Gabe von abgeschwächten Krankheitserregern wird der Körper zur Bildung von Antikörpern gegen die jeweiligen Erreger angeregt. Passive Immunisierung: Gabe von Antikörpern (Immunglobulinpräparaten).

Infektionskrankheit

Krankheit, die durch das Eindringen und die Vermehrung von Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten ausgelöst wird.

Infusion

(lat. infundere: hineinfließen) Einbringen von Flüssigkeiten in den Körper, meist in eine Vene

Injektion

meist schnelles Einspritzen von gelösten Substanzen in den Körper. Die Injektion kann in einen Muskel (i.m.), in eine Vene (i.v.) unter die Haut (s.c.) oder seltener auch in eine Arterie (i.a.) erfolgen.

Inkubationszeit

Zeit, die zwischen der Ansteckung mit einem bestimmten Erreger und dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen liegt.

Intramuskuläre Injektion

Injektion in den Muskel

Kala Azar

Gefährlichste Form der Infektionskrankheit Leishmaniose, die durch kleine Mücken (Phlebotomen) übertragen wird. Kala Azar greift das Immunsystem an und kann tödlich verlaufen. Betroffen sind jährlich 500.000 Menschen, vor allem in Bangladesch, Brasilien, Indien, Nepal und im Sudan; in letzter Zeit verstärkt auch in einigen Mittelmeerländern.

Kapillaren

kleinste Blutgefäße an der Schnittstelle von arteriellem und venösen System

Koma

schwerste Form der Bewusstlosigkeit, bei der der Patient durch äußere Reize nicht mehr zu wecken ist.

Konjunktivitis

Augenbindehautentzündung, die z.B. durch Infektionen oder chemisch-physikalische Reize ausgelöst wird.

Kontagiosität

die Ansteckungskraft eines Erregers

Kontamination

Verunreinigung, Verschmutzung, Verseuchung von Gegenständen und Personen durch biologische oder chemische Substanzen

Kurzinfusion

(lat.: infundere: hineinfließen) schnelles Einbringen von Flüssigkeiten meist in das venöse System des Körpers

Kutane Leishmaniose

Hauterkrankung, die durch Protozoen der Gattung Leishmania ausgelöst wird. kutane Form: die Haut betreffend

Kwashiorkor

Form der Unterernährung, die mit Wassereinlagerungen am ganzen Körper einhergeht.

Latenzzeit

Zeit, in dem sich der Erreger schon im Organismus befindet, aber noch keine klinischen Symptome hervorruft, d.h. die Zeit, in der die Krankheit noch nicht ausgebrochen ist.

Latrine

Plumpsklo

Letalität

Maß für die Tödlichkeit einer bestimmten Krankheit. Die Letalität gibt das Verhältnis der Anzahl der an einer bestimmten Krankheit Verstorbenen zur Anzahl neuer Fälle an.

Liquor

Flüssigkeit, die das Gehirn und das Rückenmark umgibt.

Logistik

Planung und Organisation aller Aufgaben, die zur Durchführung der Projekte notwendig sind.

Lymphknoten

Linsen- bis bohnengroße Organe, die in die Strombahn der Lymphgefäße eingebettet sind und einen Teil des Immunsystems bilden.

Makrophagen

Abwehrzellen, die zur Abtötung, Speicherung und Elimination von Mikroorganismen (Bakterien etc.) fähig sind.

Malaria

Häufigste Tropenkrankheit, die durch die weibliche Anopheles-Mücke übertragen wird. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkranken 300 bis 500 Millionen Menschen jährlich an Malaria, mehr als eine Million Menschen sterben daran. Ärzte ohne Grenzen setzt sich für die Behandlung mit schnell wirksamen und gut verträglichen Kombinationspräparaten auf der Basis des Wirkstoffs Artemisinin (ACT) ein.

Marasmus

Form der Unterernährung, die mit einer schweren Abmagerung des Körpers einhergeht.

Masern

Die Krankheit zählt in ärmeren Ländern bei Kindern zu den häufigsten Todesursachen. Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen führen bei Masernausbrüchen flächendeckende Impfungen durch. Der Impfstoff muss während des Transports ununterbrochen gekühlt werden.

Masernenzephalitis

Entzündung des Gehirns, die durch eine Maserninfektion ausgelöst wird.

Massenimpfung

Gleichzeitige Impfung einer großen Anzahl von Menschen mit dem Ziel, eine Epidemie einzudämmern oder zu verhindern.

Meningitis

Hirnhautentzündung, die durch unterschiedliche Bakterien oder Viren ausgelöst werden kann. Zu den gefährlichsten Arten gehört die Meningokokken-Meningitis. Südlich der Sahara erstreckt sich vom Senegal im Westen bis nach Äthiopien im Osten der sogenannte "Meningitis-Gürtel", in dem regelmäßig Epidemien auftreten. Bei Ausbruch der Krankheit führen Teams von Ärzte ohne GrenzenÄrzte ohne Grenzen Impfkampagnen durch.

Mikroorganismus

Kleinlebewesen wie z.B. Bakterien, Viren, Pilze

Mobile Klinik

Kleinste und flexibelste Form der Gesundheitsversorgung. Wird vor allem in schwach bevölkerten oder entlegenen Gebieten eingesetzt. Das Team fährt mit dem Auto, Motorrad, Fahrrad oder Boot regelmäßig zu den Menschen, bietet medizinische Untersuchungen an und gibt Medikamente aus. Wenn möglich, bringen sie auf dem Rückweg schwer erkrankte Patienten in ein Krankenhaus.

Multiorganversagen

Gleichzeitig oder rasch aufeinanderfolgendes Versagen von zwei oder mehreren vitalen Organfunktionen (z.B. akutes Lungenversagen und akutes Nierenversagen. Kann z.B. durch Sepsis, Schock, Polytrauma oder Vergiftung ausgelöst werden

Nährstoffbedarf

Nährstoffmenge, die für eine optimale Gesundheits- und Leistungsfähigkeit benötigt wird.

Ödem

Schwellung infolge von Wassereinlagerungen

Opportunistische Infektionen

Krankheiten, die aufgrund eines geschwächten Immunsystems zum Ausbruch kommen, etwa Tuberkulose bei HIV/Aids.

Orale Rehydratationslösung

oral rehydration solution (ORS): Zucker-Salzlösung, durch deren Gabe große Flüssigkeits- und Mineralstoffverluste des Körpers ausgeglichen werden.

Pandemie

Ausbreitung einer Infektionskrankheit über die Grenzen von Kontinenten und Ländern hinweg; z.B. Aids.

Parasiten

Schmarotzer: Lebewesen, die teilweise oder vollständig auf Kosten anderer Organismen leben.

Pathogenese

Krankheitsentstehung

Physiotherapie

Krankengymnastik

Pneumonie

Lungenentzündung

Prophylaxe

Verhütung und Vorbeugung von Krankheiten

Protein-Energie-Mangelsyndrom

Unterernährung. Es existieren zwei Hauptformen der Unterernährung: Marasmus und Kwashiorkor. Häufig treten auch Mischformen auf

Psychologische Hilfe

Hilfe zur Bewältigung psychischer Traumata, zum Beispiel nach Naturkatastrophen oder in Kriegsgebieten. Gespräche werden oft in Gruppen durchgeführt und von ausgebildeten Beratern begleitet. Sie sind an die jeweiligen kulturellen und sozialen Bedingungen angepasst.

Reservoir

Organismus, der Parasiten oder ihre Entwicklungsstadien beherbergt.

Resistenz

Eingeschränkte oder fehlende Sensitivität von Krankheitserregern gegenüber Medikamenten, die dadurch ihre Wirksamkeit verlieren. Resistenzen bilden sich, wenn Medikamente nicht vorschriftsmäßig oder über sehr lange Zeiträume eingenommen werden. Multiresistente und extrem multiresistente Formen einer Erkrankung sind besonders schwer oder gar nicht mehr behandelbar, zum Beispiel bei Tuberkulose.

Rezidivierend

Wiederkehrend

Schlafkrankheit

Die Schlafkrankheit (Trypanosomiasis) wird durch die Tse-Tse-Fliege übertragen und führt ohne Behandlung zum Tod. Im Endstadium schädigen die Parasiten (Trypanosomen) das zentrale Nervensystem, was zu schweren Schlafstörungen, zur Umkehr des Schlaf-Wach-Rhythmus sowie zu Verhaltensänderungen und geistiger Verwirrung führt.

Schock

fortschreitendes generalisiertes Kreislaufversagen

Sekundärinfektion

Zweitinfektion, die zur einer bereits bestehenden Infektion hinzukommt, wobei die erste Infektion die zweite begünstigt.

Sepsis

Blutvergiftung. Sie tritt auf, wenn sich die Erreger von einem Infektionsherd aus über das gesamte Blutsystem verteilen.

Stethoskop

Instrument, das zum Abhören bestimmter Organe (z.B. Herz, Lunge) benutzt wird.

Teerstuhl

schwärzlich gefärbter, teerartig-klebriger Stuhl bei Blutungen aus dem oberen Magen-Darm-Trakt. Die Verfärbung entsteht vor allem durch den Abbau des Blutfarbstoffs.

Therapeutische Fertignahrung

Gebrauchsfertige, sehr kalorienreiche Nahrung mit wichtigen Zusatzstoffen wie Vitaminen und Mineralien zur Behandlung mangelernährter Kinder. Da man die Fertignahrung im Gegensatz zu Spezialmilch oder Brei nicht zubereiten muss, können auch schwer mangelernährte Kinder ambulant behandelt werden.

T-Lymphozyten

T-Zellen: weiße Blutkörperchen, die Teil des Abwehrsystems sind

Toxin

Gift

Trinkwasser

Sauberes Trinkwasser ist eine Voraussetzung zum Überleben und zur Vermeidung von Krankheiten. Mitarbeiter bohren Brunnen, organisieren Wassertransporte oder pumpen Flusswasser ab und entkeimen es, meist mit Chlor. Mindestens fünf Liter pro Tag braucht ein Mensch im Flüchtlingslager zum Überleben, Ziel sind jedoch mindestens 20 Liter zum Trinken, Waschen und Kochen.

Tröpfcheninfektion

Übertragung einer Krankheit durch kleinste Tropfen, die Erreger enthalten und von bereits Infizierten z.B. beim Husten und Niesen ausgestoßen werden

Tuberkulose

Rund neun Millionen Menschen erkranken jährlich an Tuberkulose, vor allem in ärmeren Ländern. Die Krankheit betrifft vor allem die Lunge, mitunter aber auch andere Organe wie Nieren, Hirnhäute oder Lymphknoten. Tuberkulose ist häufig eine opportunistische Infektion bei HIV/Aids. Eine effektive Behandlung ist möglich, aber langwierig und aufwändig. Zunehmend werden die multiresistente (MDR-TB) sowie die extrem multiresistente Form (XDR-TB) der Tuberkulose diagnostiziert. In diesem Fall sind die Krankheitserreger gegen die meisten Medikamente resistent, und die Patienten müssen 18 bis 24 Monate lang täglich rund 20 Tabletten mit starken Nebenwirkungen einnehmen. Die Behandlung der extrem multiresistenten Form der Tuberkulose (XDR-TB) ist praktisch unmöglich.

Virus

Viren sind Erreger, die entweder nur DNA oder RNA enthalten und zu ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung die Enzyme einer Wirtszelle benötigen, auf die sie sich dann häufig krankheitsauslösend wirken.

viszerale Form

die inneren Organe betreffend

Viszerale Leishmaniose

Kala Azar: Krankheitsbild, das durch Protozoen der Gattung Leishmania ausgelöst wird.

Vitaminsubstitution

künstlicher Ersatz lebenswichtiger Vitamine

Volumenmangelschock

fortschreitendes Kreislaufversagen aufgrund großer Flüssigkeitsverluste

Xerophthalmie

Augenerkrankung, die durch Vitamin-A Mangel verursacht wird und zur Erblindung führen kann. Sie kommt bei Kindern bis zu sechs Jahren vor.

Zerebrale Malaria

Komplikation der durch Plasmodium falciparum ausgelösten Malaria tropica. Der Befall des Gehirns kann zum Koma und raschem Tod führen.





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