Sachspenden
Keine Annahme von Sachspenden für die Einsatzländer
Viele engagierte Spenderinnen und Spender möchten grundsätzlich - speziell aber nach Naturkatastrophen wie zum Beispiel dem Erdbeben in Haiti - den betroffenen Menschen in der Krisen- oder Katastrophenregion mit Sachspenden helfen. Aus den folgenden Gründen ist es uns nicht möglich, Sachspenden anzunehmen:
- Sach- und Materialspenden (wie beispielsweise Lebensmittel, Hygieneartikel, Kleider und Plastikplanen für Unterkünfte usw.) verursachen hohe Kosten für die Sammlung, die Sortierung und den Transport in das Katastrophengebiet.
- Sach- und Materialspenden verursachen lange Transportwege und hohe Transportkosten. Die Einfuhr dieser Güter kann darüber hinaus die lokalen und regionalen Märkte schwächen, so dass sie nach Möglichkeit auf lokalen und regionalen Märkten im Krisengebiet eingekauft werden sollten, so dass die für den Wiederaufbau wichtige lokale Wirtschaft gestärkt werden kann.
- Bei Sach- und Materialspenden kann häufig der bedarfsgerechte Einsatz nicht gewährleistet werden und häufig entsprechen sie nicht den lokalen Standards.
- Ärzte ohne Grenzen verfügt über standardisierte Medikamenten- und Materialpakete (sogenannte "Kits") für alle denkbaren Noteinsätze, die strengen Kriterien entsprechen, in Versorgungszentralen gelagert werden und auf die "Einsatzphilosophe" von Ärzte ohne Grenzen zugeschnitten sind.
Der beste Weg zu helfen sind deshalb Geldspenden. Sie ermöglichen es Ärzte ohne Grenzen, genau das zu beschaffen, was basierend auf professionellen Bedarfsanalysen wirklich gebraucht wird und garantieren, dass die Hilfsgüter den lokalen Verhältnissen angepasst sind. Geldspenden sind somit effizienter und beanspruchen - anders als Sach- oder Materialspenden - keine knappen Ressourcen wie Transport-, Personal- und Lagerkapazitäten.
Falls Sie dennoch Sachspenden leisten wollen, können Sie sich beim Deutschen Institut für Soziale Fragen über Organisationen informieren, die möglicherweise Sachspenden entgegennehmen. Herzlichen Dank für Ihr Verständnis!