Mehr als die Hälfte der Befragten berichten, aus ihren Häusern vertrieben worden zu sein. Die Hälfte von ihnen wiederum hat Gewalt erlebt und Angst vor Angriffen; ein weiteres Drittel der Menschen gibt Lebensmittelknappheit als die wichtigsten Gründe für die Vertreibung an.
"Der Mangel an Sicherheit, Nahrung, Menschlichkeit und Freiheit sowie die Trennung der Familie sind die schwierigsten Dinge im Leben. Ich bin in meinem Leben bereits mehr als zehn Mal vertrieben worden. Mein Mann starb bei einem Angriff, und zwei meiner Kinder starben, weil ich ihnen nicht genug zu essen geben konnte", berichtet eine 25-jährige Frau aus Lower Juba.
Der Bericht unterstreicht, dass die humanitäre Hilfe in weiten Teilen Süd- und Zentralsomalias weiterhin eine Priorität bleiben muss, und zwar unabhängig von jeglicher politischen Agenda.
Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit 1991 ununterbrochen in Somalia und erhält keinerlei Regierungsgelder oder institutionelle Zuwendungen für die Programme im Land. In den vergangenen zwei Jahren wurden die Aktivitäten aufgrund der Unsicherheit und aufgrund von Angriffen auf Mitarbeiter reduziert. Dennoch leistet die Organisation weiterhin lebensrettende medizinische Hilfe für Hunderttausende Somalis in zehn Regionen des Landes, sowie in Kenia und in Äthiopien.
Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Pressestelle:
| Somalia | |
|---|---|
| Fläche: | 637 657 km² |
| Einwohner: | 8,954 Mio. Einw. |
| Säuglings- sterblichkeit: | 133/1000 Geb. |
| Lebenserwartung (Männer): | 47 J. |
| Lebenserwartung (Frauen): | 49 J. |