Neben der Behandlung der schwer mangelernährten Kinder verteilt Ärzte ohne Grenzen in Niger therapeutische Fertignahrung. Diese Produkte, die Milch, Mineralien und Vitamine enthalten, sind an den Nährstoffbedarf von Kleinkindern angepasst. Das Programm wurde mit der nigrischen Regierung, dem Welternährungsprogramm und UNICEF entwickelt und in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen in fünf Distrikten umgesetzt.
"Vorsoge ist der beste Weg, um Kinder Jahr für Jahr vor Mangelernährung zu schützen", sagt Dr. Susan Shepherd, Ernährungsexpertin von Ärzte ohne Grenzen. "Gleichzeitig werden so die medizinischen, logistischen und finanziellen Belastungen reduziert, die durch die Behandlung so vieler kranker Kinder entstehen."
Die diesjährige umfangreiche Verteilung von Nahrungsmittelergänzungen ist ein entscheidender Schritt zur Prävention von Ernährungskrisen in Niger. Angesichts der jährlichen Wiederkehr der Krise ist es jedoch unumgänglich, solche Vorsorgestrategien dauerhafter in den Kampf gegen Mangelernährung zu integriert. Ärzte ohne Grenzen arbeitet mit seinen lokalen und internationalen Partnern daran, das beste Produkt und eine effektive Langzeitstrategie zu finden, um Mangelernährung bei Kleinkindern im Niger künftig zu verhindern.
Ärzte ohne Grenzen und seine lokalen Partner FORSANI (Forum Santé Niger) und BEFEN/ALIMA (Bien-être de la Femme et de l'Enfant au Niger) unterstützen Ernährungs- und Rehabilitationszentren in den nigrischen Regionen Tahoua, Maradi und Zinder. Außerdem bietet Ärzte ohne Grenzen in diesen Regionen ebenso wie in Agadez Kleinkindern kostenlose medizinische Hilfe in Gesundheitseinrichtungen und Kinderkliniken an.
Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Pressestelle:
| Niger | |
|---|---|
| Fläche: | 1 267 000 km² |
| Einwohner: | 14,669 Mio. Einw. |
| Ärzte pro 1000 Einwohner: | Ärzte: <0,05/1000 Einw. |
| Säuglings- sterblichkeit: | 150/1000 Geb. |
| Lebenserwartung (Männer): | 45 J. |
| Lebenserwartung (Frauen): | 45 J. |