"Die Freilassung unserer Kollegen wurde durch die beeindruckende Unterstützung der Bevölkerung und der Gemeindeoberhäupter in den Regionen Bakool und Bay, wie auch in anderen Teilen Somalias, möglich", erklärte Horntvedt. "Ihre spontane Mobilisierung für die Freilassung unserer Kollegen war entscheidend. Diese Unterstützung zeigt die Wertschätzung der Bevölkerung und der Gemeindeoberhäupter für die unermüdlichen Bemühungen unserer somalischen und internationalen Mitarbeiter, Hilfe in Somalia zu leisten."
Horntvedt weist jedoch auch auf die Wut von Ärzte ohne Grenzen über die Entführung hin. "In einem Land wie Somalia, in dem so viele Menschen von internationaler humanitärer Hilfe abhängig sind, gefährden solche Taten einen großen Teil der Gesundheitsversorgung, die der Bevölkerung zur Verfügung steht."
Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit 1991 in Somalia und führte im Jahr 2008 mehr als 800.000 Konsultationen durch. In neun Regionen leisten die Teams medizinische Grundversorgung und Hilfe für Vertriebene. Sie behandeln Mangelernährung, führen chirurgische Eingriffe durch, stellen die Wasserversorgung sowie die Versorgung mit Hilfsgütern sicher. Aufgrund der schwierigen Sicherheitslage arbeiten die internationalen Mitarbeiter derzeit nicht permanent im Land. Die Aktivitäten der Organisation werden von somalischen Mitarbeitern weitergeführt, die von einem Managementteam in Nairobi angeleitet werden, das die Projekte regelmäßig besucht und dringend notwendige Unterstützung leistet.
Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Pressestelle:
| Somalia | |
|---|---|
| Fläche: | 637 657 km² |
| Einwohner: | 8,954 Mio. Einw. |
| Säuglings- sterblichkeit: | 133/1000 Geb. |
| Lebenserwartung (Männer): | 47 J. |
| Lebenserwartung (Frauen): | 49 J. |