Pressemitteilung

Anschlag in Kenia: Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen schwer verletzt

Nairobi/Berlin, 27. Juni 2003. Bei der Explosion einer Handgranate in der nordkenianischen Stadt Mandera wurden am Donnerstag ein niederlän-discher Arzt der internationalen Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen und drei kenianische Zivilisten schwer verletzt. Einer der Kenianer kam dabei ums Leben. Über die genauen Hintergründe des Anschlags liegen laut Ärzte ohne Grenzen keine Informationen vor.

Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus in Nairobi gebracht, wo sie derzeit versorgt werden. Ihr Zustand ist stabil, und sie befinden sich nicht in Lebensgefahr.

 

Aus Sicherheitsgründen hat Ärzte ohne Grenzen das Team aus Mandera nach Nairobi evakuiert und die Aktivitäten im Norden Kenias vorübergehend eingestellt. In der Region leistet die Organisation Hilfe für somalische Flüchtlinge. Unterernährte Kinder werden in einem Ernährungszentrum versorgt.

Ernährungszentrum
Mangelernährte Kinder werden in den meisten Fällen ambulant versorgt. In der Regel erhalten die Mütter eine kalorienreiche therapeutische Fertignahrung, die sie ihren Kindern über einen Zeitraum von rund sechs Wochen verabreichen können. Kranke, stark mangelernährte Kinder bleiben zur intensiven Behandlung im Ernährungszentrum.

 


Weitere Informationen: Ärzte ohne Grenzen, Pressestelle, Kattrin Lempp, Tel.: 030-22 33 77 00


Länderinformationen

Kenia
Kenia
Fläche:580 367 km²
Einwohner:38,534 Mio. Einw.
Ärzte pro 1000 Einwohner:Ärzte: 0,1/1000 Einw.
Säuglings-
sterblichkeit:
79/1000 Geb.
Lebenserwartung (Männer):50 J.
Lebenserwartung (Frauen):48 J.