Der 32-jährige Niederländer Arjan Erkel war bis zu seiner Entführung am 12. August als Landeskoordinator für Dagestan tätig. Die Organisation hat seit diesem Tag keine Nachricht über seinen Verbleib erhalten und ist äußerst besorgt über sein Schicksal. Während die Büros von Ärzte ohne Grenzen in Makchachkala und Khazaviurt weiterhin geöffnet bleiben, wurden die Hilfsprojekte eingestellt.
Vor der Entführung von Arjan Erkel leistete Ärzte ohne Grenzen Hilfe für Tausende von Vertriebenen sowohl in Dagestan als auch in Inguschetien. In Dagestan lieferte Ärzte ohne Grenzen Medikamente und medizinische Ausrüstung an mehrere Gesundheitseinrichtungen in den Distrikten Tsumada, Botlikh, Novolak und Khazaviurt. Mit mobilen Kliniken, die die Organisation in der gesamten Region betrieben hat, konnte der Zugang zur Gesundheitsversorgung für über 50.000 Menschen verbessert werden.