Ärzte ohne Grenzen hat bisher keine Genehmigung erhalten, in Makaki und Mile 46 Zelte, Decken und Nahrungsmittel zu verteilen. In beiden Lagern leben jeweils 5.000 Flüchtlinge. Das iranische Rote Kreuz hat bisher abgelehnt, die Neuankömmlinge zu registrieren.
Drei sechsjährige Kinder starben bereits an Hunger, Kälte und Erschöpfung. Da die Vertriebenen keine Zelte haben, müssen sie Löcher in die Erde graben, um Schutz vor Kälte und Sandstürmen zu finden. Nachts sinken die Temperaturen unter Null Grad Celsius. Ohne Hilfe können die Flüchtlinge, die teilweise aus weit entfernten Regionen kommen, in dieser Wüstengegend nicht überleben.
Nach dem 11. September hatte die iranische Regierung beschlossen, die Grenze zu Afghanistan zu schließen, gleichzeitig aber bekräftigt, dass sie Hilfe für die Vertriebenen in Afghanistan erleichtern würde. Tatsächlich aber behindern iranische Behörden die Hilfslieferungen.
Ärzte ohne Grenzen arbeitet mit zwölf internationalen sowie zehn iranischen und afghanischen Mitarbeitern in den Lagern, die nahe der Stadt Zaranj liegen. In den nächsten Tagen wird auch hier ein Projekt gestartet.
| Iran | |
|---|---|
| Fläche: | 1 648 195 km² |
| Einwohner: | 71,956 Mio. Einw. |
| Ärzte pro 1000 Einwohner: | Ärzte: 0,4/1000 Einw. |
| Säuglings- sterblichkeit: | 31/1000 Geb. |
| Lebenserwartung (Männer): | 70 J. |
| Lebenserwartung (Frauen): | 73 J. |