Buchtipps

1971-2011: 40 Jahre MSF

 

Ulrike von Pilar (Hrsg.)

Im Jahr 1971 gründeten zwölf Ärzte und Journalisten Médecins Sans Frontières/Ärzte ohne Grenzen (MSF) in Paris. Sie wollten unabhängig von politischen Zwängen, unparteiisch und das Recht aller Menschen auf medizinische Hilfe umsetzen. Seitdem wuchs die Organisation kontinuierlich und arbeitet heute in mehr als 60 Ländern.

Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums stellt das Buch "40 Jahre MSF" die geschichtlichen Meilensteine der Organisation vor. Dabei wirft die Herausgeberin Ulrike von Pilar einen kritischen Blick auf die Dilemmata der humanitären Hilfe in den vergangenen Jahrzehnten sowie auf die Auswirkungen globaler politischer Umbrüche, mit denen die Organisation konfrontiert war und ist. Zudem werden die Veränderungen der medizinischen Hilfe vorgestellt und  Themenbeleuchtet, die in der alltäglichen Berichterstattung häufig fehlen.

Buch 1971 - 2011: 40 Jahre MSF, Ulrike von Pilar (Hg.)
Literaturverzeichnis, 1971 - 2011: 40 Jahre MSF

Der Comic-Fotoband "Der Fotograf"

von Emmanuel Guibert, Didier Lefèvre und Frédéric Lemercier

Ende Juli 1986 begleitet Didier Lefèvre als Fotograf ein Team der Organisation Ärzte ohne Grenzen nach Afghanistan, mitten im Krieg zwischen der Sowjetunion und den Mudschaheddin. Seine Arbeit erzählt von den Bemühungen einer engagierten Gruppe Menschen, die wieder aufzubauen versucht, was andere zerstört haben.

Mit "Der Fotograf" gelang dem belgischen Verlag Dupuis ein internationaler Überraschungserfolg. Weltweit wurden an die 200.000 Exemplare in acht Sprachen verkauft. Der Fotograf erscheint in der Edition Moderne in drei Bänden, von denen der erste Band bereits erschienen ist:

  • Band 1: In den Bergen Afghanistans (Frühjahr 2008)
  • Band 2: Ärzte ohne Grenzen (Herbst 2008)
  • Band 3: Allein nach Pakistan (Frühjahr 2009)

Mit jedem verkauften Exemplar geht ein Euro an Ärzte ohne Grenzen.

Der Fotograf (2008), Auszug aus dem Comicband

Schmerzgrenzen

 

von Petra Meyer

Sieben Helferinnen und Helfer von Ärzte ohne Grenzen berichten ungewöhnlich offen und kritisch über ihre Erfahrungen. Sie arbeiten in Projekten, in denen tödliche Seuchen grassieren, Kriegschirurgie notig ist und traumatisierte Menschen dringend psychologische Hilfe brauchen. Sie kämpfen gegen HIV/Aids, kümmern sich um schwer unterernährte Kinder und versorgen Tausende von Flüchtlingen. Die einfühlsamen Geschichten beschreiben, wie Menschen inmitten von Krieg, Gewalt und Leid zu überleben versuchen. Und wie dabei für die Betroffenen, aber auch für die Helferinnen und Helfer, Schmerzgrenzen mitunter weit überschritten werden. Die Geschichten erzählen von Erfolgen und Misserfolgen, von Ängsten und Zweifeln, von Freude und dem Gefühl des Versagens. Und davon, wie schwierig, frustrierend manchmal und doch ungemein wichtig die humanitäre Hilfe ist.

Die Journalistin Petra Meyer hat die deutsche Sektion von Ärzte ohne Grenzen mit aufgebaut und die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit geleitet.

ISBN 978-3-579-06979-1

 

Die Anthologie "Über Grenzen"

 

Kriminalgeschichten aus Schweden von Arne Dahl, Asa Larsson, Hakan Nesser u.a.

Der btb Verlag hat im Oktober die Krimianthologie "Über Grenzen" als Taschenbuch veröffentlicht. Namhafte schwedische Autoren präsentieren darin Kriminalgeschichten. Das Buch ist im Buchhandel erhältlich. Pro verkauftem Exemplar geht 1 Euro an Ärzte ohne Grenzen.

ISBN: 978-3-442-73645-4

 

 

Humanitarian Negotiations Revealed - The MSF Experience

 

Hg. Fabrice Weissman u.a., 2011

Fabrice Weissman ist Mitarbeiter des Centre de Réflexion sur l'Action et les Savoirs Humanitaires (CRASH). Das Zentrum analysiert im Auftrag von Ärzte ohne Grenzen die Konsequenzen der Arbeit von Hilfsorganisationen. Das Buch stellt sich diese Frage anhand der Arbeit von Ärzte ohne Grenzen in verschiedenen Kontexten und steht hier online zur Verfügung:

Humanitarian Negogiations Revealed - The MSF Experience

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