Sri Lanka 2002: Hörrohr statt Ultraschall: Traditionelle Methoden ersetzen vielerorts technische Geräte. © Karsten Bidstrup
 
Sri Lanka 2002: Hörrohr statt Ultraschall: Traditionelle Methoden ersetzen vielerorts technische Geräte.


Hebammen

Was bringen Sie mit?

  • Sie haben eine abgeschlossene Ausbildung zur staatlich anerkannten Hebamme und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung? Prima. Denn das ist die erste Voraussetzung wenn Sie als Hebamme bei uns mitarbeiten möchten.
  • Sie haben bereits als freiberufliche Hebamme gearbeitet? Umso besser.
  • Sie verfügen über Grundkenntnisse in der allgemeinen Krankheitslehre (Innere Medizin, Pädiatrie, Gynäkologie)? Das brauchen Sie.
  • Sie haben Übung in der Diagnostik von pathologischen Schwangerschaften und komplizierten Geburtsverläufen? Die brauchen Sie auch.
  • Sie können diese auch ohne technische Hilfsmittel, das heißt mittels Leopoldscher Handgriffe (VK) durchführen? Das ist genauso wichtig.
  • Sie kennen sich mit Familienplanung aus und wissen auch über sexuell übertragbare Krankheiten Bescheid?
  • Sie bringen sehr gute Englischkenntnisse und möglichst auch fließendes Französisch mit?
  • Sie haben Reise- und/oder Arbeitserfahrungen in Entwicklungsländern gemacht?
  • Sie haben neun bis zwölf Monate Zeit und möchten für Menschen in ärmeren Ländern arbeiten, die dringend medizinische Hilfe brauchen?

 

Wie sieht Ihr Berufsalltag mit Ärzte ohne Grenzen aus?

Oft unterstützt Ärzte ohne Grenzen nationale Mutter-Kindprogramme oder hilft in ländlichen Gebieten beim Aufbau von Netzwerken traditioneller Geburtshelferinnen.

  • Sie verbessern die Arbeitsorganisation auf der Entbindungsstation eines Krankenhauses und sind für die Aus- und Fortbildung des Pflegepersonals zuständig.
  • Sie übernehmen die Verantwortung für den Kreißsaal, die Supervision sowie die Aus- und Fortbildung der nationalen Hebammen. Sie bauen ein Netzwerk traditioneller Geburtshelferinnen in den Dörfern auf, planen Workshops und führen diese durch.
  • Sie unterstützen das nationale Mutter-Kind- und Impfprogramm und verbessern die Programme auf Provinz- und Distriktebene.
  • Sie unterstützen das Programm gegen sexuell übertragbare Krankheiten sowie das HIV/Aids-Vorsorgeprogramm (z.B. Planung und Durchführung von Programmen zur Gesundheitserziehung und Aufklärung, sowie der Vorbeugung der Mutter-Kind-Übertragung von HIV/Aids).
  • Sie entwickeln Aktivitäten, um die Mutter-Kind-Sterblichkeit vor, während und nach der Geburt zu verringern.
Aids
acquired immune deficiency syndrome: erworbenes Immunmangelsyndrom

 

Soviel zur Theorie. Und jetzt zur Praxis.

Wenn Ihnen das bisher noch zu viel Theorie war, dann lesen Sie doch die Erfahrungsberichte von Kollegen. Die erzählen meist von einer anstrengenden Tätigkeit unter schwierigen Bedingungen, aber genauso von der Freude an der Arbeit und von einer besonderen Bereicherung für das eigene Leben.

Wenn Sie neugierig geworden sind und sich einen Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen vorstellen können, dann bewerben Sie sich. Online zum Beispiel.

Wir freuen uns darüber.

 


Fotos: Karsten Bidstrup

Video

D.R. Kongo: Mitarbeiten im Projekt - die Hebamme Sam Perkins über ihre Arbeit