Demokratische Republik Kongo 2009: Plakatmotiv der Ausstellung "Überleben auf der Flucht": Zehntausende Menschen fliehen vor der Gewalt im Osten des Kongo © Kate Geraghty
 
Demokratische Republik Kongo 2009: Plakatmotiv der Ausstellung "Überleben auf der Flucht": Zehntausende Menschen fliehen vor der Gewalt im Osten des Kongo


Ausstellung „Überleben auf der Flucht“

 

Kolumbien, Sudan, Demokratische Republik Kongo: drei Konfliktregionen, in denen Menschen zu überleben versuchen. Weltweit sind Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Gewalt oder Hungersnöten. Wer flieht oder vertrieben wird, muss meist mit wenig auskommen. Doch was heißt das?

Können Sie sich vorstellen, plötzlich Ihre Heimat verlassen zu müssen und mit Zehntausenden in einem Flüchtlingslager zu leben? Wissen Sie, was es heißt, in den ersten Tagen mit 50 bis 100 fremden Menschen eine Latrine teilen zu müssen? Oder wie es ist, wenn Sie anfangs nur fünf Liter Wasser täglich erhalten, um zu trinken, zu waschen, zu spülen? Was hat der Oberarmumfang eines Kindes mit einer Hungersnot zu tun, und warum müssten Menschen nicht an Cholera sterben?

Antworten auf diese Fragen gibt die Ausstellung "Überleben auf der Flucht", die in Deutschland bereits in mehreren Städten gezeigt wurde.

Cholera
Schwere Durchfallerkrankung, die lebensgefährlich sein kann und durch unterschiedliche Erregervarianten des Bakteriums Vibrio cholerae hervorgerufen wird. Die Übertragung erfolgt durch verschmutztes Trinkwasser, verunreinigte Lebensmittel oder direkten Kontakt mit Erkrankten. Ärzte ohne Grenzen isoliert die Patienten in Cholera-Behandlungszentren und therapiert sie vor allem mit einer Rehydratationslösung, um den hohen Elektrolyt- und Flüssigkeitsverlust auszugleichen. In den meisten Fällen gelingt es, die Sterblichkeit auf unter ein Prozent zu senken. Ohne Behandlung liegt sie bei bis zu 40 Prozent.
Latrine
Plumpsklo

 


Die Stationen der Ausstellung "Überleben auf der Flucht" © Ärzte ohne Grenzen
Die Stationen der Ausstellung "Überleben auf der Flucht"

Die Ausstellung wurde bereits in folgenden Städten gezeigt: München, Augsburg, Münster, Berlin, Weimar, Heidelberg, Hamburg, Schwerin, Leipzig, Essen, Hannover, Frankfurt/Main, Freiburg, Köln, Erlangen, Dortmund, Dresden, Göttingen, Kiel und Karlsruhe.

 


Fotos: Kate Geraghty, Ärzte ohne Grenzen