Médecins Sans Frontières/Ärzte ohne Grenzen ist eine private medizinische Nothilfeorganisation, deren Grundprinzipien in ihrer Charta festgelegt sind.
Zu den Aufgaben von Ärzte ohne Grenzen gehört es, allen Opfern Hilfe zu gewähren, ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft oder ihrer politischen und religiösen Überzeugungen. Ärzte ohne Grenzen ist neutral und unparteiisch und arbeitet frei von bürokratischen Zwängen. Um diese Unabhängigkeit zu bewahren, finanziert sich Ärzte ohne Grenzen überwiegend aus privaten Spenden.
Das internationale Netzwerk von Médecins Sans Frontières/Ärzte ohne Grenzen setzt sich aus 23 Mitgliedsverbänden zusammen, in 19 Ländern haben diese Sektionsstatus. Die deutsche Sektion ist Ärzte ohne Grenzen e.V.
Die Geschichte von Ärzte ohne Grenzen begann 1971. Einige junge französische Mediziner und Journalisten hatten die Vision, eine Organisation zu gründen, die der Zivilbevölkerung in Kriegsgebieten und den Opfern von Naturkatastrophen schnell und professionell ärztliche Hilfe bringt.
Die deutsche Sektion wurde 1993 als gemeinnütziger Verein gegründet und zählt rund 400 ordentliche Mitglieder sowie rund 9.000 Fördermitglieder (Stand: April 2013). Die Mitglieder wählen den Vorstand.
Auf der Jahresmitgliederversammlung im Mai 2012 wurde per Satzungänderung zusätzlich die Bildung eines Aufsichtsrats beschlossen, der auf der nächsten Mitgliederversammlung im Mai 2013 erstmals gewählt werden wird. Die Satzung des Vereins basiert auf dem deutschen Corporate Governance Kodex und enthält damit Standards und Empfehlungen guter Organisationsführung.
Hauptsitz der deutschen Sektion ist Berlin, eine Zweigstelle gibt es in Bonn. Im Jahr 2011 arbeiteten in insgesamt sechs Abteilungen 41 Voll- und 39 Teilzeitangestellte, außerdem 36 Studenten und geringfügig Beschäftigte.