Pressemitteilung
Ärzte ohne Grenzen protestiert scharf gegen Ausweisung von Teams aus Darfur - Mehr als 400.000 Patienten ohne medizinische Versorgung
Khartum/Berlin, 5. März 2009. Ärzte ohne Grenzen hat nach Anweisung durch die sudanesische Regierung mittlerweile fünf Projekte in der Krisenregion Dafur einstellen müssen. Am Donnerstag wurde die französische Sektion der internationalen Hilfsorganisation aus zwei Projekten in Westdarfur ausgewiesen. Die holländische Sektion musste bereits am Mittwoch drei Projekte in Süddarfur schließen. Ärzte ohne Grenzen ist sehr besorgt über diese Entwicklungen, da mehr als 400.000 Patienten ohne medizinische Versorgung zurückgelassen werden. Die Organisation ruft die sudanesischen Behörden dazu auf, die Entscheidung zurückzuziehen und die Menschen in Darfur nicht zu Geiseln ihrer politischen und juristischen Agenda zu machen.
Fotos: Sebastian Bolesch, Barbara Sigge