Kenia 2007: Blue House Klinik in Mathare, einem der Slums von Nairobi. Ärzte ohne Grenzen behandelt hier unter anderem Aids und Tuberkulose. © Brendan Bannon
 
Kenia 2007: Blue House Klinik in Mathare, einem der Slums von Nairobi. Ärzte ohne Grenzen behandelt hier unter anderem Aids und Tuberkulose.


Zugang zu Medikamenten

Die meisten Krankheiten in ärmeren Ländern sind heutzutage behandelbar, dennoch müssen jedes Jahr Millionen Menschen sterben, weil sie und ihre Regierungen zu arm sind, um sich die notwendigen Medikamente leisten zu können. Ein wichtiger Grund hierfür ist, dass in den meisten Fällen neuere Medikamente nur von einer einzigen Firma hergestellt werden, die so einen sehr hohen Preis diktieren kann. Dies liegt an einer restriktiven Anwendung des internationalen Patentrechts. Dabei sieht das internationale Patentrecht durchaus Ausnahmen vor, mit denen Ländern patentfreie Produktion von kostengünstigen Nachahmer-Medikamenten (Generika) ermöglichen können. Nach der Erfahrung von Ärzte ohne Grenzen führt erst dieser Wettbewerb zu Preissenkungen, die die breite Verwendung in armen Ländern ermöglichen.

Ärzte ohne Grenzen kann nicht akzeptieren, dass ein Großteil der Menschen weltweit keinen Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten hat.Daher unterstützt Ärzte ohne Grenzen z.B. den Einsatz von Flexibilitäten im bestehenden internationalen Patentrecht, beispielsweise das Einführen von Zwangslizenzen, die Generikaproduktion und -import auch bei bestehenden Patenten ermöglichen.

Generika
Sogenannte Nachahmermedikamente, die dieselben Wirkstoffe enthalten wie das patentgeschützte, aber meist teurere Originalpräparat.

 

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Fotos: Brendan Bannon



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