Die globale Impfallianz GAVI

Impfen rettet Leben: In vielen ärmeren Ländern der Welt könnten Impfungen gegen Masern, Meningitis und andere Krankheiten unzählige Kinder retten. Die globale Impfallianz GAVI (Global Alliance for Vaccines and Immunisation) hat sich zur Aufgabe gemacht, den Patienten in diesen Ländern Impfstoffe zu bezahlbaren Preisen zur Verfügung zu stellen. Dabei gibt es Erfolge - aber auch einige Schwächen. Ärzte ohne Grenzen kritisiert, dass im Aufsichtsrat von GAVI Pharmafirmen vertreten sind, die Impfstoffe herstellen. Dieser Interessenkonflikt führt dazu, dass die Preise, die GAVI für die Impfstoffe bezahlt, oft zu hoch sind - und damit weniger Kinder geimpft werden können als möglich wäre.

Anlässlich der Geberkonferenz zu GAVI im Juni 2011 hat Peter Kreysler für den Deutschlandfunk einen ausführlichen Hintergrundbericht zu GAVI produziert, der sehr gut die Erfolge und Probleme der globalen Impfallianz darstellt.

Impfung
Erzeugung einer Immunität zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten. Aktive Immunisierung: Durch die Gabe von abgeschwächten Krankheitserregern wird der Körper zur Bildung von Antikörpern gegen die jeweiligen Erreger angeregt. Passive Immunisierung: Gabe von Antikörpern (Immunglobulinpräparaten).
Masern
Die Krankheit zählt in ärmeren Ländern bei Kindern zu den häufigsten Todesursachen. Besteht die Gefahr einer Masern-Epidemie, führt Ärzte ohne Grenzen in dem betroffenen Gebiet flächendeckende Impfkampagnen durch. Der Impfstoff muss während des Transports ununterbrochen gekühlt werden.
Meningitis
Hirnhautentzündung, die durch unterschiedliche Bakterien oder Viren ausgelöst werden kann. Zu den gefährlichsten Arten gehört die Meningokokken-Meningitis. Südlich der Sahara erstreckt sich vom Senegal im Westen bis nach Äthiopien im Osten der sogenannte „Meningitis-Gürtel”, in dem regelmäßig Epidemien auftreten. Bei Ausbruch der Krankheit führt Ärzte ohne Grenzen Impfkampagnen durch. Seit 2010 teilweise mit einem neuen Impfstoff.
Die globale Impfallianz GAVI

 

11. Juni 2011




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