Tuberkulose
Wie gefährlich ist Tuberkulose?
Infektionsweg:
Die Tuberkulose wird durch das Mycobakterium tuberculosis hervorgerufen und durch Tröpfcheninfektion übertragen. Nur etwa zehn Prozent der Infizierten entwickeln eine aktive Tuberkulose. Zum Ausbruch der Krankheit kommt es, wenn das Immunsystem der Betroffenen durch unzureichende Ernährung oder andere Erkrankungen geschwächt ist. Die Tuberkulose tritt daher häufig als Folge einer Infektion mit HIV auf.
- Immunsystem
- Abwehrsystem des Körpers
- Tuberkulose
- Etwa neun Millionen Menschen erkranken jährlich an Tuberkulose (TB). Viele von ihnen sind HIV-Infizierte mit schwachem Immunsystem (sog. Koinfektion). Die Krankheit betrifft vor allem die Lunge, mitunter aber auch andere Organe wie Nieren, Hirnhäute oder Lymphknoten. Eine effektive Behandlung ist möglich, aber langwierig und aufwendig. Ärzte ohne Grenzen nutzt ab 2011 ein neues Diagnose-Gerät, das die Krankheit schneller und sicherer diagnostiziert sowie eine Form der multimedikamentenresistenten-TB erkennt. In solchen Fällen sind die Krankheitserreger gegen die wichtigsten Medikamente resistent und die Patienten müssen zwei Jahre lang täglich Medikamente mit starken Nebenwirkungen einnehmen.
- Tröpfcheninfektion
- Übertragung einer Krankheit durch kleinste Tropfen, die Erreger enthalten und von bereits Infizierten z.B. beim Husten und Niesen ausgestoßen werden
Krankheitsverlauf:
Bei 90 Prozent der Infizierten bleibt die Infektion lebenslang latent, ohne Symptome auszulösen. Die Krankheit bricht aus, wenn das Immunsystem der Betroffenen aufgrund von Mangelernährung, schlechter Wohnverhältnisse oder in der Folge anderer Erkrankungen geschwächt ist. Zunächst äußert sich die Krankheit durch Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust, später kommt meist blutiger Husten hinzu. Die Tuberkulose betrifft vor allem die Lunge, kann aber auch auf andere Organe, wie beispielsweise die Nieren, Hirnhäute, Lymphknoten oder das Rückenmark, übergreifen. Der Tuberkelbazillus löst zunächst einen entzündlichen Prozess aus. Das zerstörte Gewebe hinterlässt eine dicke, käsige Substanz, die später vernarbt und ein funktionsunfähiges Gewebe zurücklässt (Verkäsung). Besonders beim Befall mehrerer Organe führt dies neben dem Versagen der Organleistung zu einem dramatischen Gewichtsverlust, weshalb die Krankheit im 19. Jahrhundert auch "Schwindsucht" genannt wurde. Die Krankheit schreitet langsam fort und führt unbehandelt meist innerhalb von zwei bis fünf Jahren zum Tod.
- Immunsystem
- Abwehrsystem des Körpers
- Lymphknoten
- Linsen- bis bohnengroße Organe, die in die Strombahn der Lymphgefäße eingebettet sind und einen Teil des Immunsystems bilden.
- Tuberkulose
- Etwa neun Millionen Menschen erkranken jährlich an Tuberkulose (TB). Viele von ihnen sind HIV-Infizierte mit schwachem Immunsystem (sog. Koinfektion). Die Krankheit betrifft vor allem die Lunge, mitunter aber auch andere Organe wie Nieren, Hirnhäute oder Lymphknoten. Eine effektive Behandlung ist möglich, aber langwierig und aufwendig. Ärzte ohne Grenzen nutzt ab 2011 ein neues Diagnose-Gerät, das die Krankheit schneller und sicherer diagnostiziert sowie eine Form der multimedikamentenresistenten-TB erkennt. In solchen Fällen sind die Krankheitserreger gegen die wichtigsten Medikamente resistent und die Patienten müssen zwei Jahre lang täglich Medikamente mit starken Nebenwirkungen einnehmen.