Malaria

Wie gefährlich ist Malaria?


Infektionsweg:

Die Malaria wird durch Parasiten namens Plasmodien hervorgerufen. Sie werden durch den Stich der weiblichen Anophelesmücke übertragen. Da sich die Mücke in ruhenden Gewässern vermehrt, tritt die Malaria verstärkt in der Regenzeit auf.

Malaria
Häufigste Tropenkrankheit, die durch die weibliche Anopheles-Mücke übertragen wird. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkranken jährlich rund 225 Millionen Menschen an Malaria, annähernd eine Million Menschen sterben daran. Ärzte ohne Grenzen hat 2010 begonnen, bei schweren Erkrankungen die intravenöse Behandlung auf das neue Medikament Artesunat umzustellen und setzt sich für die weltweite Anwendung dieser Behandlung ein.
Parasiten
Schmarotzer: Lebewesen, die teilweise oder vollständig auf Kosten anderer Organismen leben.

 

Krankheitsverlauf:

Es gibt vier Plasmodienarten, die Malaria beim Menschen auslösen. Je nach Erreger variieren Erscheinungsform und Schweregrad der Krankheit. Die gefährlichste Form der Malaria ist die Malaria tropica, die durch das Plasmodium falciparum verursacht wird. Sind die Parasiten durch den Stich der Mücke ins menschliche Blut gelangt, befallen sie zunächst die Leber und dann die roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Dort entwickeln und vermehren sie sich. Nach einer Inkubationszeit von mindestens sieben Tagen kommt es zu Fieber in wechselnden Schüben, Schüttelfrost, Glieder- und Kopfschmerzen. Außerdem kann Malaria zu Durchfall, Erbrechen, Husten und blutigem Urin führen. Im weiteren Verlauf der Krankheit kommt es durch einen vermehrten Zerfall der roten Blutkörperchen zur Anämie. Die Patienten leiden an Müdigkeit und Atemnot, weil nicht mehr ausreichend Sauerstoff im Körper transportiert wird. Besonders bei kleinen Kindern kann dieser Prozess binnen weniger Stunden zum Tode führen, da ihr Organismus über keinerlei Kompensationsmöglichkeit verfügt. Darüber hinaus verklumpen die befallenen Erythrozyten und können die kleinsten Blutgefäße, Kapillaren genannt, nicht mehr passieren. Stattdessen verstopfen sie die Kapillaren und unterbrechen die Blutversorgung in den lebenswichtigen Organen, besonders im Gehirn, den Nieren und der Lunge. Je größer der Parasitenbefall und damit der Anteil der befallenen roten Blutkörperchen ist, desto ausgeprägter ist dieser Prozess. Bei der komplizierten Malaria tropica kann dies zum Kreislaufschock, Lungenödem und akuten Nierenversagen führen. Wenn auch das Gehirn betroffen ist (zerebrale Malaria), kommt es zu Bewusstseinstörungen und Verwirrtheit bis hin zum Koma. Die zerebrale Malaria stellt die schwerste Verlaufsform der Malaria tropica dar und führt in vielen Fällen - auch bei Behandlung - zum Tod.

Anämie
so genannte Blutarmut: Verminderung der roten Blutkörperchen und des Blutfarbstoffs
Inkubationszeit
Zeit, die zwischen der Ansteckung mit einem bestimmten Erreger und dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen liegt.
Kapillaren
kleinste Blutgefäße an der Schnittstelle von arteriellem und venösen System
Koma
schwerste Form der Bewusstlosigkeit, bei der der Patient durch äußere Reize nicht mehr zu wecken ist.
Malaria
Häufigste Tropenkrankheit, die durch die weibliche Anopheles-Mücke übertragen wird. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkranken jährlich rund 225 Millionen Menschen an Malaria, annähernd eine Million Menschen sterben daran. Ärzte ohne Grenzen hat 2010 begonnen, bei schweren Erkrankungen die intravenöse Behandlung auf das neue Medikament Artesunat umzustellen und setzt sich für die weltweite Anwendung dieser Behandlung ein.
Parasiten
Schmarotzer: Lebewesen, die teilweise oder vollständig auf Kosten anderer Organismen leben.

 





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