Malaria
Therapiemöglichkeiten
Für die Behandlung der Malaria stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung. Die Therapie richtet sich nach der Erregerart, dem Schweregrad der Erkrankung und dem Vorliegen von Resistenzen. In endemischen Malariagebieten wurden unkomplizierte Fälle bislang mit dem kostengünstigen Medikament Chloroquin behandelt. Doch in den vergangenen Jahren haben die Erreger zunehmend Resistenzen gegen diesen Wirkstoff entwickelt, wodurch er seine Wirksamkeit verloren hat. In Ländern wie Tansania, Kenia und Uganda beispielsweise sind die Erreger in bis zu 90 Prozent der Fälle gegen Chloroquin resistent geworden. Alternativ kann das ebenfalls preiswerte Pyrimethamin-Sulfadoxin verwendet werden. Doch auch dieses Arzneimittel ist aufgrund von Resistenzen in vielen Fällen unwirksam geworden.
- Malaria
- Häufigste Tropenkrankheit, die durch die weibliche Anopheles-Mücke übertragen wird. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkranken jährlich rund 225 Millionen Menschen an Malaria, annähernd eine Million Menschen sterben daran. Ärzte ohne Grenzen hat 2010 begonnen, bei schweren Erkrankungen die intravenöse Behandlung auf das neue Medikament Artesunat umzustellen und setzt sich für die weltweite Anwendung dieser Behandlung ein.
- Resistenz
- Eingeschränkte oder fehlende Sensitivität von Krankheitserregern gegenüber Medikamenten, die dadurch ihre Wirksamkeit verlieren. Resistenzen bilden sich, wenn Medikamente nicht vorschriftsmäßig oder über sehr lange Zeiträume eingenommen werden. Multimedikamentenresistente und extrem multimedikamentenresistente Formen einer Erkrankung sind besonders schwer oder gar nicht mehr behandelbar, zum Beispiel bei Tuberkulose.
Ärzte ohne Grenzen setzt sich deshalb seit einigen Jahren für die Behandlung mit neuen Kombinationspräparaten auf der Basis von Artemisinin ein. Diese Präparate sind hochpotent, schnell wirksam und gut verträglich. Bereits nach der ersten Dosis sind 90 Prozent der Erreger vernichtet, eine komplette Behandlung dauert drei Tage. Das Präparat wird stets mit einem lang wirkenden zweiten Malaria-Medikament kombiniert, um alle Erreger zu vernichten und um die Bildung von Resistenzen zu verlangsamen. Seit 2001 empfehlen auch Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die veralteten Medikamente durch die neuen Kombinationspräparate zu ersetzen. Doch während eine Dosis Chloroquin etwa zehn Cent kostet, muss für eine Erwachsenendosis einer Artemisinin-Kombinationstherapie rund 1,50 US-Dollar bezahlt werden. Ärzte ohne Grenzen schätzt, dass es 100-200 Millionen US-Dollar kosten würde, diese Therapie in allen afrikanischen Ländern einzuführen. Die internationalen Geberländer sind deshalb aufgerufen, genügend Geld für die Einführung der neuen Kombinationstherapie zur Verfügung zustellen, so dass die Behandlungsprotokolle in allen betroffenen Ländern geändert werden können.
- Malaria
- Häufigste Tropenkrankheit, die durch die weibliche Anopheles-Mücke übertragen wird. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkranken jährlich rund 225 Millionen Menschen an Malaria, annähernd eine Million Menschen sterben daran. Ärzte ohne Grenzen hat 2010 begonnen, bei schweren Erkrankungen die intravenöse Behandlung auf das neue Medikament Artesunat umzustellen und setzt sich für die weltweite Anwendung dieser Behandlung ein.
- Resistenz
- Eingeschränkte oder fehlende Sensitivität von Krankheitserregern gegenüber Medikamenten, die dadurch ihre Wirksamkeit verlieren. Resistenzen bilden sich, wenn Medikamente nicht vorschriftsmäßig oder über sehr lange Zeiträume eingenommen werden. Multimedikamentenresistente und extrem multimedikamentenresistente Formen einer Erkrankung sind besonders schwer oder gar nicht mehr behandelbar, zum Beispiel bei Tuberkulose.
Für die Behandlung der schweren bzw. zerebralen Malaria wird nach wie vor das Medikament Chinin empfohlen, das als intravenöse Infusion verabreicht werden kann, was im Schockzustand unbedingt erforderlich ist. Dieses Medikament hat jedoch gefährliche Nebenwirkungen (z.B. Hypoglykämie), muss über einen Zeitraum von sieben Tagen eingenommen und auch in der Tablettenform möglichst stationär verabreicht werden. Dies ist in abgelegenen ländlichen Gebieten nur schwer möglich. Hier ist es entscheidend, durch eine möglichst frühe Behandlung mit einer Artemisin-Kombination den schweren Verlauf abzuwenden.
- Hypoglykämie
- Verminderung des Blutzuckers: Zuckergehalt liegt unter 2,8 mmol/l, ausgelöst z.B. durch Hunger, Medikamente oder insulinproduzierende Tumore
- Infusion
- (lat. infundere: hineinfließen) Einbringen von Flüssigkeiten in den Körper, meist in eine Vene
- Malaria
- Häufigste Tropenkrankheit, die durch die weibliche Anopheles-Mücke übertragen wird. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkranken jährlich rund 225 Millionen Menschen an Malaria, annähernd eine Million Menschen sterben daran. Ärzte ohne Grenzen hat 2010 begonnen, bei schweren Erkrankungen die intravenöse Behandlung auf das neue Medikament Artesunat umzustellen und setzt sich für die weltweite Anwendung dieser Behandlung ein.
- Schock
- fortschreitendes generalisiertes Kreislaufversagen
Bisher sind in Afrika keine Resistenzen gegen Chinin aufgetreten. Ein wasserlösliches Artemisinin-Präparat ist bereits entwickelt und könnte möglicherweise das Chinin zur Infusion ersetzen.
- Infusion
- (lat. infundere: hineinfließen) Einbringen von Flüssigkeiten in den Körper, meist in eine Vene
- Resistenz
- Eingeschränkte oder fehlende Sensitivität von Krankheitserregern gegenüber Medikamenten, die dadurch ihre Wirksamkeit verlieren. Resistenzen bilden sich, wenn Medikamente nicht vorschriftsmäßig oder über sehr lange Zeiträume eingenommen werden. Multimedikamentenresistente und extrem multimedikamentenresistente Formen einer Erkrankung sind besonders schwer oder gar nicht mehr behandelbar, zum Beispiel bei Tuberkulose.
Medikamente wie Mefloquin und Halofantrin, mit denen die unkomplizierte Malaria tropica in westlichen Ländern vorzugsweise behandelt wird, können in ärmeren Ländern aus Kostengründen nicht verwendet werden.
- Malaria
- Häufigste Tropenkrankheit, die durch die weibliche Anopheles-Mücke übertragen wird. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkranken jährlich rund 225 Millionen Menschen an Malaria, annähernd eine Million Menschen sterben daran. Ärzte ohne Grenzen hat 2010 begonnen, bei schweren Erkrankungen die intravenöse Behandlung auf das neue Medikament Artesunat umzustellen und setzt sich für die weltweite Anwendung dieser Behandlung ein.