HIV/Aids

Wie gefährlich ist Aids?


Infektionsweg:

Das HI-Virus wird über Sexual- und Blutkontakte übertragen. Die häufigste Verbreitung des Virus erfolgt über Sexualkontakte, aber auch Transfusionen von infiziertem Blut oder Blutprodukten sowie das gemeinsame Benutzen von Spritzen durch Drogenabhängige führen zu einer Infektion. Auch auf Neugeborene kann das Virus entweder unmittelbar vor oder während der Geburt übergehen. Die Ansteckungsrate kann durch eine antiretrovirale Behandlung der Mutter vor der Geburt sowie durch einen Kaiserschnitt vor Wehenbeginn deutlich gesenkt werden. Vom Stillen sollte eine infizierte Mutter - wenn möglich - aufgrund der Ansteckungsgefahr absehen.

Virus
Viren sind Erreger, die entweder nur DNA oder RNA enthalten und zu ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung die Enzyme einer Wirtszelle benötigen, auf die sie sich dann häufig krankheitsauslösend wirken.

 

Krankheitsverlauf:

Befindet sich das HI-Virus (human immune deficiency virus) im Körper, greift es die sogenannten CD4-Zellen (T-Helferzellen) an, die einen Teil der weißen Blutkörperchen und damit des Immunsystems darstellen. Die Invasion und Vermehrung des Virus kann zu einer akuten HIV-Krankheit führen und eine kurze grippeähnliche Symptomatik mit Fieber, Lymphknotenschwellung und Hautausschlag auslösen. Im Anschluss daran kann das Virus über mehrere Jahre (bis zu über zehn Jahren) im Körper überdauern, ohne dass klinische Krankheitszeichen auftreten. Dabei vermehrt sich das Virus kontinuierlich. Das klinische Syndrom Aids (aquired immune deficiency syndrome) zeichnet sich dadurch aus, dass es aufgrund einer fortschreitenden Immunschwäche zum Ausbruch verschiedener Erkrankungen - so genannter opportunistischer Infektionen - kommt, die vom Körper nicht mehr bewältigt werden können. Das erste Zeichen für Aids kann ein langanhaltender, kräftezehrender Durchfall sein, der zu einem ausgeprägten Gewichtsverlust führen kann. Weitere Manifestationen sind eine schnell fortschreitende Tuberkulose, ausgedehnte Candida-Infektionen (Soor) und weitere so genannte opportunistische Infektionen wie Herpes simplex, Pneumocystis carinii-Pneumonie (Lungenentzündung), Kryptokokken-Meningitis (Hirnhautentzündung) und Toxoplasmose des Gehirns (eine diffuse Entzündung des Gehirns). Durch die fortschreitende Schwächung des Immunsystems kann jede einzelne dieser Infektionen zum Tode führen.

Aids
acquired immune deficiency syndrome: erworbenes Immunmangelsyndrom
Immunsystem
Abwehrsystem des Körpers
Lymphknoten
Linsen- bis bohnengroße Organe, die in die Strombahn der Lymphgefäße eingebettet sind und einen Teil des Immunsystems bilden.
Meningitis
Hirnhautentzündung, die durch unterschiedliche Bakterien oder Viren ausgelöst werden kann. Zu den gefährlichsten Arten gehört die Meningokokken-Meningitis. Südlich der Sahara erstreckt sich vom Senegal im Westen bis nach Äthiopien im Osten der sogenannte „Meningitis-Gürtel”, in dem regelmäßig Epidemien auftreten. Bei Ausbruch der Krankheit führt Ärzte ohne Grenzen Impfkampagnen durch. Seit 2010 teilweise mit einem neuen Impfstoff.
Pneumonie
Lungenentzündung
Tuberkulose
Etwa neun Millionen Menschen erkranken jährlich an Tuberkulose (TB). Viele von ihnen sind HIV-Infizierte mit schwachem Immunsystem (sog. Koinfektion). Die Krankheit betrifft vor allem die Lunge, mitunter aber auch andere Organe wie Nieren, Hirnhäute oder Lymphknoten. Eine effektive Behandlung ist möglich, aber langwierig und aufwendig. Ärzte ohne Grenzen nutzt ab 2011 ein neues Diagnose-Gerät, das die Krankheit schneller und sicherer diagnostiziert sowie eine Form der multimedikamentenresistenten-TB erkennt. In solchen Fällen sind die Krankheitserreger gegen die wichtigsten Medikamente resistent und die Patienten müssen zwei Jahre lang täglich Medikamente mit starken Nebenwirkungen einnehmen.
Virus
Viren sind Erreger, die entweder nur DNA oder RNA enthalten und zu ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung die Enzyme einer Wirtszelle benötigen, auf die sie sich dann häufig krankheitsauslösend wirken.

 





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