Ebola

Vorgehen bei einer Epidemie


Aufgrund der extrem hohen Kontagiosität (Ansteckungsfähigkeit) des Virus ist es beim Ausbruch der Krankheit von wesentlicher Bedeutung, schnellstmöglich zu reagieren, um die weitere Ausbreitung zu verhindern. Umgang mit Patienten:

Kontagiosität
die Ansteckungskraft eines Erregers
Virus
Viren sind Erreger, die entweder nur DNA oder RNA enthalten und zu ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung die Enzyme einer Wirtszelle benötigen, auf die sie sich dann häufig krankheitsauslösend wirken.

 

  • Die Patienten werden auf Isolierstationen betreut, die klar vom Rest des Krankenhauses abgegrenzt sind.
  • Verdachtsfälle müssen frühzeitig eingewiesen werden. Mobile Teams besuchen die Kontaktpersonen von Erkrankten während 21 Tagen täglich, um im Krankheitsfall sofort reagieren zu können.
  • Zur Bestätigung der Diagnose müssen Blutproben entnommen werden, die in einem Hochsicherheitslabor getestet werden.
  • Das Personal trägt entsprechende Schutzkleidung, Gummistiefel, Mundschutz und Schutzbrille und muss sich an strenge Hygienerichtlinien halten.
  • Besonders wichtig ist, dass zu jedem Zeitpunkt genügend sauberes Wasser zur Verfügung steht. Darüber hinaus wird Chlor zur Desinfektion eingesetzt.
  • Der Müll wird auf dem abgesperrten Gelände verbrannt.
  • Verstorbene Patienten dürfen nicht in ihren Heimatort transportiert werden, sondern müssen an einem eigens dafür angelegten Friedhof in Plastiksäcken beerdigt werden.
  • Männliche Überlebende können nach ihrer Heilung das Virus noch über mehrere Wochen hinweg mit ihrem Samen übertragen; sie sollten deshalb über einen Zeitraum von drei Monaten keinen ungeschützten Geschlechtsverkehr haben.

Desinfektion
Abtötung, Reduzierung bzw. Entfernung von krankheitserregenden Mikroorganismen wie Bakterien und Viren
Virus
Viren sind Erreger, die entweder nur DNA oder RNA enthalten und zu ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung die Enzyme einer Wirtszelle benötigen, auf die sie sich dann häufig krankheitsauslösend wirken.

 

Epidemiologische Kontrolle:

  • Ein epidemiologischen Überwachungssystems muss aufgebaut werden. Ein Team von Epidemiologen verfolgt jeden einzelnen Fall sowie den Verlauf der Epidemie, überwacht die Effizienz der Kontrollmaßnahmen und bildet Personal aus. Wichtigstes Ziel ist, Infizierte frühzeitig zu erkennen und die Zahl der Neuerkrankungen zu reduzieren. Eine Epidemie gilt dann als beendet, wenn in einem Zeitraum, der dem Doppelten der längstmöglichen Inkubationszeit (insgesamt 42 Tage) entspricht, keine neuen Erkrankungsfälle mehr aufgetreten sind.
  • Zur wirksamen und schnellen Eindämmung der Epidemie ist die Koordination aller vor Ort beteiligten Akteure unerlässlich: Üblicherweise kommt es zur Zusammenarbeit zwischen dem nationalen Gesundheitsministerium, der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem CDC (Center for Disease Control and Prevention) und Ärzte ohne Grenzen.
  • Zur Kontrolle einer Epidemie gehört auch die Überwachung aller Tätigkeiten in den üblichen Gesundheitseinrichtungen wie ambulante Praxen, Labors und Krankenhäusern, da die Mitarbeiter dort ständigem Kontakt mit potenziell infektiösem Material ausgesetzt sind. Es müssen ausreichend Handwaschmöglichkeiten vorhanden sein, infektiöser Abfall muss adäquat entsorgt werden, Injektionen und Transfusionen müssen auf ein Minimum reduziert werden. Die Versorgung mit Gummihandschuhen und sterilem Material wie Kanülen und Verbandsstoffen ist notwendig.
  • Die übliche Gesundheitsversorgung der Bevölkerung darf während einer Epidemie nicht vernachlässigt werden.

Epidemie
gehäuftes Auftreten einer Infektionskrankheit. Die Epidemie ist sowohl örtlich als auch zeitlich begrenzt.
Inkubationszeit
Zeit, die zwischen der Ansteckung mit einem bestimmten Erreger und dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen liegt.
Injektion
meist schnelles Einspritzen von gelösten Substanzen in den Körper. Die Injektion kann in einen Muskel (i.m.), in eine Vene (i.v.) unter die Haut (s.c.) oder seltener auch in eine Arterie (i.a.) erfolgen.

 

Aufklärung der Bevölkerung:

  • Während der gesamten Dauer der Epidemie muss die Bevölkerung über die Krankheit sowie die Ansteckungswege aufgeklärt werden. Die Informationen sollten über alle zur Verfügung stehenden Medien, wie Zeitungen, Radio und Fernsehen, verbreitet werden. Massenveranstaltungen wie Beerdigungen oder Feste sollten nicht stattfinden.
  • Die gezielte Information der Bevölkerung soll das Auftreten von Panik innerhalb der Gemeinschaft verhindern. Schlüsselpersonen wie Bürgermeister, Kirchenvertreter, Lehrer und Polizisten spielen als Ansprechpartner für die Bevölkerung eine wesentliche Rolle.
  • Die Aufklärungskampagne beugt zudem der Stigmatisierung der Patienten vor und erleichtert die Integration derjenigen, die geheilt werden konnten.

Epidemie
gehäuftes Auftreten einer Infektionskrankheit. Die Epidemie ist sowohl örtlich als auch zeitlich begrenzt.

 





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