Durchfallerkrankungen
Vorgehen bei einer Epidemie
In Krisensituationen leben die Menschen oft unter schlechten hygienischen und sanitären Bedingungen auf engstem Raum zusammen. Diese Situation begünstigt neben dem oft geschwächten Gesundheitszustand der Flüchtlinge ein gehäuftes Auftreten von Durchfallerkrankungen bis hin zur Choleraepidemie. Das Wichtigste ist, auf eine solche Epidemie vorbereitet zu sein und auch die logistischen Grundlagen für ihre Eindämmung frühzeitig zu schaffen. Grundsätzlich muss Ärzte ohne Grenzen beim Ausbruch einer Epidemie damit rechnen, dass eine Vielzahl von Patienten lebensbedrohlich dehydriert ist und schnellstmöglich behandelt werden muss. Für die Logistiker von Ärzte ohne Grenzen gelten dabei folgende Strategien:
- Cholera
- Schwere Durchfallerkrankung, die lebensgefährlich sein kann und durch unterschiedliche Erregervarianten des Bakteriums Vibrio cholerae hervorgerufen wird. Die Übertragung erfolgt durch verschmutztes Trinkwasser, verunreinigte Lebensmittel oder direkten Kontakt mit Erkrankten. Ärzte ohne Grenzen isoliert die Patienten in Cholera-Behandlungszentren und therapiert sie vor allem mit einer Rehydratationslösung, um den hohen Elektrolyt- und Flüssigkeitsverlust auszugleichen. In den meisten Fällen gelingt es, die Sterblichkeit auf unter ein Prozent zu senken. Ohne Behandlung liegt sie bei bis zu 40 Prozent.
- Epidemie
- gehäuftes Auftreten einer Infektionskrankheit. Die Epidemie ist sowohl örtlich als auch zeitlich begrenzt.
- Logistik
- Planung und Organisation aller Aufgaben, die zur Durchführung der Projekte notwendig sind.
- Freiwillige und nationale Mitarbeiter werden im Umgang mit Durchfallpatienten ausgebildet. Beim Ausbruch einer Epidemie stehen sie rasch zur Verfügung.
- Dezentralisierte orale Rehydratationszentren werden eingerichtet, in denen Mitarbeiter eines Basisgesundheitsdienstes leichte Fälle sofort behandeln können.
- Sauberes Trinkwasser sowie sanitäre Einrichtungen müssen in ausreichender Menge vorhanden sein, um zu verhindern, dass sich weitere Menschen anstecken.
- Mütter werden in der Anwendung oraler Rehydratationslösungen angelernt.
- Im Fall einer Cholera-Epidemie kommen so genannte Cholera.-Kits von Ärzte ohne Grenzen zum Einsatz. Sie enthalten alles, was für den Aufbau eines Cholera-Behandlungszentrums benötigt wird.
- Cholera-Patienten werden isoliert und im Cholera-Behandlungszentrum versorgt.
- Mitarbeiter des Basisgesundheitsdienstes werden darin geschult, neue Krankheitsfälle zu identifizieren und in die Behandlungszentren zu bringen.
- Cholera
- Schwere Durchfallerkrankung, die lebensgefährlich sein kann und durch unterschiedliche Erregervarianten des Bakteriums Vibrio cholerae hervorgerufen wird. Die Übertragung erfolgt durch verschmutztes Trinkwasser, verunreinigte Lebensmittel oder direkten Kontakt mit Erkrankten. Ärzte ohne Grenzen isoliert die Patienten in Cholera-Behandlungszentren und therapiert sie vor allem mit einer Rehydratationslösung, um den hohen Elektrolyt- und Flüssigkeitsverlust auszugleichen. In den meisten Fällen gelingt es, die Sterblichkeit auf unter ein Prozent zu senken. Ohne Behandlung liegt sie bei bis zu 40 Prozent.
- Epidemie
- gehäuftes Auftreten einer Infektionskrankheit. Die Epidemie ist sowohl örtlich als auch zeitlich begrenzt.
- Trinkwasser
- Sauberes Wasser ist eine Voraussetzung zum Überleben und zur Vermeidung von Krankheiten. Mitarbeiter bohren Brunnen, organisieren Wassertransporte oder pumpen Flusswasser ab und entkeimen es, meist mit Chlor. Mindestens fünf Liter pro Tag braucht ein Mensch im Flüchtlingslager zum Überleben, 20 Liter sind unter diesen Bedingungen das Minimum zum Trinken, Waschen und Kochen.