Durchfallerkrankungen

Therapiemöglichkeiten


Entscheidend ist der rasche und gezielte Ersatz des Wasser- und Mineralstoffverlustes, da der krankmachende Prozess in dem extremen Flüssigkeitsverlust (Dehydratation) besteht. Ärzte ohne Grenzen behandelt dehydrierte Patienten mittels einer oralen Rehydratationslösung, die kurz ORS (oral rehydratation solution) genannt wird. Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus Glukose und Elektrolyten (wie Natrium und Kalium), die in Wasser aufgelöst wird. Allerdings gibt es auch viele Patienten, die gleichzeitig so stark erbrechen, dass sie nicht mittels ORS behandelt werden können. In diesen Fällen erhalten die Patienten mittels intravenöser Infusionen Flüssigkeit und Elektrolyte. Es gibt Patienten, die so schnell Flüssigkeit verlieren, dass ihnen gleich zwei venöse Zugänge gelegt werden müssen. Da bei völlig dehydrierten Patienten die Venen aufgrund des Flüssigkeitsverlustes kollabieren (zusammenfallen), besteht die Schwierigkeit für Ärzte und Pflegepersonal darin, überhaupt eine funktionsfähige Vene zu finden. Bei Erkrankungen mit bestimmten bakteriellen Durchfallerregern wie beispielsweise den Shigellen werden zusätzlich Antibiotika eingesetzt, da die Krankheit sonst zu schwerwiegenden Komplikationen führt.

Dehydratation
Flüssigkeitsverlust des Körpers durch gesteigerte Wasserabgabe über die Nieren, den Magen-Darm-Trakt, die Lunge oder die Haut, der zum Versagen lebenswichtiger Organe führen kann.
Elektrolyte
Lebensnotwendige Mineralstoffe (z.B. Natrium, Kalium, Magnesium)
Infusion
(lat. infundere: hineinfließen) Einbringen von Flüssigkeiten in den Körper, meist in eine Vene

 





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