Durchfallerkrankungen

Prävention (Vorbeugung)


Besonders wenn viele Menschen auf engem Raum zusammenleben und nicht genügend sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht, kommt es zum Ausbruch von Durchfallerkrankungen. Bis heute existiert keine ausreichende Impfung gegen die unterschiedlichen Keime, die Durchfall auslösen können. Die beste Prophylaxe besteht in der gewissenhaften Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln bei der Ernährung. Damit wird die Möglichkeit der fäkal-oralen Übertragung verhindert.

Impfung
Erzeugung einer Immunität zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten. Aktive Immunisierung: Durch die Gabe von abgeschwächten Krankheitserregern wird der Körper zur Bildung von Antikörpern gegen die jeweiligen Erreger angeregt. Passive Immunisierung: Gabe von Antikörpern (Immunglobulinpräparaten).
Prophylaxe
Verhütung und Vorbeugung von Krankheiten
Trinkwasser
Sauberes Wasser ist eine Voraussetzung zum Überleben und zur Vermeidung von Krankheiten. Mitarbeiter bohren Brunnen, organisieren Wassertransporte oder pumpen Flusswasser ab und entkeimen es, meist mit Chlor. Mindestens fünf Liter pro Tag braucht ein Mensch im Flüchtlingslager zum Überleben, 20 Liter sind unter diesen Bedingungen das Minimum zum Trinken, Waschen und Kochen.

 

  • Die Bevölkerung wird über Hygienemaßnahmen, die Durchfall verhindern können, aufgeklärt (Hände waschen, Entsorgung der Fäkalien und Schutz der häuslichen Wasservorräte).
  • In Flüchtlings- und Vertriebenenlagern werden Latrinen in großer Anzahl bereit gestellt. Als Minimum gilt hierbei eine Latrine für 20 Personen.
  • Es müssen ausreichende Mengen sauberen Wassers zur Verfügung stehen (in einem Flüchtlingslager pro Person und Tag mindestens 20 Liter).
  • Es wird jederzeit ausreichend Seife für die Flüchtlinge angeboten.

Latrine
Plumpsklo

 

Wasser- und Sanitärspezialisten von Ärzte ohne Grenzen sowie Logistiker sind bei der Einführung dieser Hygienestandards mindestens genauso wichtig wie die Ärzte und Krankenschwestern.

Logistik
Planung und Organisation aller Aufgaben, die zur Durchführung der Projekte notwendig sind.

 





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