Cholera
Vorgehen bei einer Epidemie
In Flüchtlingssituationen leben die Menschen unter schlechten hygienischen und sanitären Bedingungen oft auf engstem Raum zusammen. Diese Situation sowie der oft geschwächte Gesundheitszustand der Flüchtlinge begünstigen einen Ausbruch von Epidemien wie zum Beispiel der Cholera. Innerhalb von Tagen bis Wochen kann die Durchfallerkrankung bis zu fünf Prozent der Bevölkerung befallen, was bei 100.000 Flüchtlingen in einem Camp 5.000 Krankheitsfälle bedeutet. Nur mit Hilfe einer effektiven Logistik gelingt es, die große Anzahl an Cholerapatienten schnellstmöglich zu behandeln und zu versorgen. Für die Logistiker von Ärzte ohne Grenzen gelten folgende Strategien:
- Cholera
- Schwere Durchfallerkrankung, die lebensgefährlich sein kann und durch unterschiedliche Erregervarianten des Bakteriums Vibrio cholerae hervorgerufen wird. Die Übertragung erfolgt durch verschmutztes Trinkwasser, verunreinigte Lebensmittel oder direkten Kontakt mit Erkrankten. Ärzte ohne Grenzen isoliert die Patienten in Cholera-Behandlungszentren und therapiert sie vor allem mit einer Rehydratationslösung, um den hohen Elektrolyt- und Flüssigkeitsverlust auszugleichen. In den meisten Fällen gelingt es, die Sterblichkeit auf unter ein Prozent zu senken. Ohne Behandlung liegt sie bei bis zu 40 Prozent.
- Epidemie
- gehäuftes Auftreten einer Infektionskrankheit. Die Epidemie ist sowohl örtlich als auch zeitlich begrenzt.
- Logistik
- Planung und Organisation aller Aufgaben, die zur Durchführung der Projekte notwendig sind.
- Nationale Mitarbeiter und Freiwillige werden geschult, um bei Bedarf sofort vor Ort eingesetzt werden zu können.
- Sogenannte Cholera-Kits (spezielle Versorgungseinheit) werden bereitgestellt, die alles beinhalten, um ein Cholera-Behandlungszentrum aufzubauen.
- In den Cholera-Behandlungszentren arbeiten die Mitarbeiter nach einem von Ärzte ohne Grenzen erprobten Schema.
- Cholera-Patienten werden isoliert und in die Behandlungszentren aufgenommen, damit sie keine weiteren Menschen anstecken.
- Basisgesundheitsarbeiter werden darin geschult, neue Fälle zu identifizieren und die Kranken in die Behandlungszentren zu überweisen.
- Eine geeignete Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen werden aufgebaut, um die Ansteckungsgefahr zu begrenzen.
- Cholera
- Schwere Durchfallerkrankung, die lebensgefährlich sein kann und durch unterschiedliche Erregervarianten des Bakteriums Vibrio cholerae hervorgerufen wird. Die Übertragung erfolgt durch verschmutztes Trinkwasser, verunreinigte Lebensmittel oder direkten Kontakt mit Erkrankten. Ärzte ohne Grenzen isoliert die Patienten in Cholera-Behandlungszentren und therapiert sie vor allem mit einer Rehydratationslösung, um den hohen Elektrolyt- und Flüssigkeitsverlust auszugleichen. In den meisten Fällen gelingt es, die Sterblichkeit auf unter ein Prozent zu senken. Ohne Behandlung liegt sie bei bis zu 40 Prozent.