Cholera

Therapiemöglichkeiten


Cholera kann behandelt werden. Entscheidend ist der rasche und gezielte Ersatz des Wasser- und Mineralstoffverlustes (Natrium, Kalium), da der krankmachende Prozess in dem extremen Flüssigkeitsverlust (Dehydratation) besteht. Bei Bedarf und Angebot können zusätzlich Antibiotika wie Chinolon oder ein Makrolid-Antibiotikum eingesetzt werden.

Antibiotikum
Stoffgruppe zur Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten. Antibiotika töten die Bakterien entweder ab, oder sie hemmen deren Vermehrung.
Cholera
Schwere Durchfallerkrankung, die lebensgefährlich sein kann und durch unterschiedliche Erregervarianten des Bakteriums Vibrio cholerae hervorgerufen wird. Die Übertragung erfolgt durch verschmutztes Trinkwasser, verunreinigte Lebensmittel oder direkten Kontakt mit Erkrankten. Ärzte ohne Grenzen isoliert die Patienten in Cholera-Behandlungszentren und therapiert sie vor allem mit einer Rehydratationslösung, um den hohen Elektrolyt- und Flüssigkeitsverlust auszugleichen. In den meisten Fällen gelingt es, die Sterblichkeit auf unter ein Prozent zu senken. Ohne Behandlung liegt sie bei bis zu 40 Prozent.
Dehydratation
Flüssigkeitsverlust des Körpers durch gesteigerte Wasserabgabe über die Nieren, den Magen-Darm-Trakt, die Lunge oder die Haut, der zum Versagen lebenswichtiger Organe führen kann.

 

Ärzte ohne Grenzen behandelt viele Patienten mittels oraler Rehydratationslösung, kurz ORS (oral rehydratation solution) genannt. Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus Glukose und Elektrolyten (wie Natrium und Kalium), die in Wasser aufgelöst wird. Allerdings gibt es auch viele Cholerapatienten, die gleichzeitig so stark erbrechen, dass sie nicht mittels ORS behandelt werden können. In diesen Fällen erhalten die Kranken intravenöse Infusionen. Diese enthalten ebenfalls Flüssigkeit und Elektrolyte. Es gibt Patienten, die so schnell Flüssigkeit verlieren, dass ihnen gleich zwei venöse Zugänge gelegt werden müssen. Da die Venen bei völlig dehydrierten Patienten aufgrund des Flüssigkeitsverlustes kollabieren (zusammenfallen), besteht die Schwierigkeit für Ärzte und Pflegepersonal darin, eine funktionsfähige Vene zu finden. Die Behandlung schwerer Fälle erfordert ein hohes Maß an Geschicklichkeit und Erfahrung. In den meisten Fällen gelingt es Ärzte ohne Grenzen, die Letalität (Sterblichkeit) auf unter ein Prozent zu senken. Ohne Behandlung liegt sie bei bis zu 40 Prozent.

Cholera
Schwere Durchfallerkrankung, die lebensgefährlich sein kann und durch unterschiedliche Erregervarianten des Bakteriums Vibrio cholerae hervorgerufen wird. Die Übertragung erfolgt durch verschmutztes Trinkwasser, verunreinigte Lebensmittel oder direkten Kontakt mit Erkrankten. Ärzte ohne Grenzen isoliert die Patienten in Cholera-Behandlungszentren und therapiert sie vor allem mit einer Rehydratationslösung, um den hohen Elektrolyt- und Flüssigkeitsverlust auszugleichen. In den meisten Fällen gelingt es, die Sterblichkeit auf unter ein Prozent zu senken. Ohne Behandlung liegt sie bei bis zu 40 Prozent.
Elektrolyte
Lebensnotwendige Mineralstoffe (z.B. Natrium, Kalium, Magnesium)
Infusion
(lat. infundere: hineinfließen) Einbringen von Flüssigkeiten in den Körper, meist in eine Vene
Letalität
Maß für die Tödlichkeit einer bestimmten Krankheit. Die Letalität gibt das Verhältnis der Anzahl der an einer bestimmten Krankheit Verstorbenen zur Anzahl neuer Fälle an.

 





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