Frankreich
Die Aktivitäten von Ärzte ohne Grenzen im Überblick
Die wirtschaftlichen Probleme in Frankreich erschweren Migranten den Zugang zur Gesundheitsversorgung. Das Ziel von Ärzte ohne Grenzen ist es, vor allem denen zu helfen, die am stärksten marginalisiert leben.
- Die Rechte von Migranten, Asylsuchenden und Ausländern mit schlechter Gesundheit werden zunehmend in Frage gestellt. Ärzte ohne Grenzen betreut in Paris ein medizinisches und psychologisches Zentrum, das Menschen versorgt, die in Frankreich Zuflucht gesucht haben. Die meisten sind aus Kriegsgebieten geflohen, wie Afghanistan, Tschetschenien oder Sri Lanka, und leiden unter diversen gesundheitlichen Problemen. Viele Menschen, die das Zentrum aufsuchen, haben extrem schwierige Erfahrungen gemacht und leiden unter zahlreichen traumatischen Erlebnissen, einschließlich dem Leben im Exil.
- Das Ziel von Ärzte ohne Grenzen ist es, vor allem denen zu helfen, die am stärksten marginalisiert leben, weil sie kein Französisch sprechen und keine Aufenthaltspapiere für Frankreich haben. Psychologen, Sozialarbeiter, Ärzte und Pflegekräfte arbeiten in diesem Zentrum, so dass die Patienten umfassende Hilfe erhalten können. Insgesamt führten sie rund 6.300 Sprechstunden durch. 200 neue Patienten baten um psychologische Hilfe.
Die große Mehrheit der 1.000 Patienten, die im Jahr 2011 von Ärzte ohne Grenzen medizinisch behandelt wurden, schlafen auf der Straße oder in temporären Unterkünften und haben keine Krankenversicherung.
Um die medizinische Versorgung für diese Zielgruppe weiter zu verbessern, begannen Pflegekräfte von Ärzte ohne Grenzen, wöchentlich Sprechstunden in drei Notunterkünften anzubieten, die von der Nichtregierungsorganisation Emmaüs betreut werden.
Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit 1987 in Frankreich.
01. Mai 2012
Fotos: Yoanis Menge