Philippinen 2009: Eine Familie im Evakuierungszentrum. Der Vater Marco sagt: "Ich habe alles verloren. Mein Haus wurde von den Fluten weggerissen. Ich konnte nichts mitnehmen, außer den Kleidern, die ich trug. Mir bleibt nichts, auch kein Geld. Ich habe als Bedienung gearbeitet und 2 US-Dollar am Tag verdient. Vielleicht gehe ich zurück in mein Dorf, das ich vor zwei Jahren verlassen habe. Vielleicht könnte ich dorthin laufen ... Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich habe alles verloren." © Fred Baldini
 
Philippinen 2009: Eine Familie im Evakuierungszentrum. Der Vater Marco sagt: "Ich habe alles verloren. Mein Haus wurde von den Fluten weggerissen. Ich konnte nichts mitnehmen, außer den Kleidern, die ich trug. Mir bleibt nichts, auch kein Geld. Ich habe als Bedienung gearbeitet und 2 US-Dollar am Tag verdient. Vielleicht gehe ich zurück in mein Dorf, das ich vor zwei Jahren verlassen habe. Vielleicht könnte ich dorthin laufen ... Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich habe alles verloren."


Philippinen

Wirbelsturm Parma kehrt zurück - Ärzte ohne Grenzen leistet medizinische Hilfe und verteilt Material

Ärzte und Logistiker von Ärzte ohne Grenzen untersuchen derzeit die Lage auf einer der Hauptinseln Luzon im Norden der Philippinen. Die Behörden befürchten neue Erdrutsche und Fluten, da es aufgrund des Tropensturms Parma in der Region weiterhin stark regnet und heftig stürmt. Zwei Teams von Ärzte ohne Grenzen untersuchen derzeit die betroffenen Region und leisten medizinische Unterstützung, indem sie die verschiedenen Orte besuchen. Ein Team ist auf dem Weg, um östlich der Stadt Claveria zu helfen, das andere Team südlich der Stadt Ilocos.
Nahezu zwei Wochen nachdem der Wirbelsturm Ketsana die Philippinen getroffen hat, sind große Teile der Hauptstadt Manila und Umgebung noch immer überflutet. Am 4. Oktober folgte der Taifun Parma, durch den es nun erneut regnet und stürmt. In einigen Regionen ist trotz schneller und effektiver Hilfe durch die Behörden noch keine Unterstützung angekommen. Ärzte ohne Grenzen konzentriert sich auf die Regionen, die nur schwer zugänglich sind, wie beispielsweise Laguna Bay im Südosten von Manila. Die Mitarbeiter behandeln die Menschen ambulant, die keinen Zugang zu staatlichen Gesundheitszentren haben. Acht Ärzte von Ärzte ohne Grenzen haben insgesamt bereits mehr als 800 medizinische Behandlungen durchgeführt. Einige Regionen erreichen sie nur mit dem Boot.

"Wir sehen hauptsächlich Fälle von Durchfall, Pilzerkrankungen an Füßen, Beinen und Atemwegsinfektionen. Das stehende Wasser und der Zusammenbruch des sanitären Systems können zu Gesundheitsproblemen führen. Wir müssen das weiterhin genau überwachen", sagt Oifa Bouriachi, Nothilfekoordinator von Ärzte ohne Grenzen in Manila.

Die Situation hat sich in der Nähe von Manila zwar stabilisiert und der Wasserpegel nimmt ab. Es leben aber noch immer nahezu 340.000 Menschen in mehr als 500 Evakuierungszentren. In einigen Regionen wird es Monate dauern, bis das Wasser versickern wird. Bisher haben die Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen in den Evakuierungszentren mehr als 3.000 Hygienekits und Material zur Verbesserung der sanitären Situation verteilt.

Ärzte ohne Grenzen hat mittlerweile 22 Tonnen Material nach Manila geschickt (Gebrauchsgegenstände wie Decken, Kanister und Hygienekits). Die Organisation plant, in der Region zu bleiben und die Situation genau zu beobachten, um auf die entstehenden Bedürfnisse reagieren zu können.

 

7. Oktober 2009

Fotos: Fred Baldini



Länderinformationen

Philippinen
Philippinen
Fläche:300 000 km²
Einwohner:90,348 Mio.
Ärzte pro 1000 Einwohner:Ärzte: 1,2/1000 Einw.
Säuglings-
sterblichkeit:
25/1000 Geb.
Lebenserwartung (Männer):69 J.
Lebenserwartung (Frauen):73 J.
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