Im Distrikt Badin haben die Mitarbeiter in den vergangenen Wochen Erkundungen durchgeführt: "Wir haben teilweise überflutete Straßen gesehen, an den Straßenrändern ziehen sich mit Plastikplanen aufgeschlagene Notbehausungen entlang, in denen Vertriebene Schutz suchen. Latrinen gab es nirgends", erzählt der Nothilfekoordinator Dr. Erwin Lloyd Guillergan. "Unter solch schlechten hygienischen Bedingungen sind die Menschen vor allem anfällig für Atemwegerkrankungen und Krankheiten, die beim Kontakt mit Wasser übertragen werden können."
In den Vertriebenenlagern gibt es Bedarf an medizinischer Hilfe. Akute wässrige Durchfälle, Malariaverdacht, Hauterkrankungen und Atemwegerkrankungen sind weit verbreitet und bei einigen Kindern besteht der Verdacht auf Mangelernährung. In den Lagern, die Ärzte ohne Grenzen besuchte, gab es oft weder Trinkwasser noch Toiletten oder beides stand nur begrenzt zur Verfügung.
Ärzte ohne Grenzen wird in Tando Bago, Shahid Fazul Rahu und anderen Orten weitere Erkundungen zum Hilfsbedarf vornehmen. In den nächsten Tagen werden weitere Mitarbeiter ankommen, die die Teams verstärken.
Auch die bestehenden Teams im Rest des Landes bereiten sich darauf vor, auf die Fluten zu reagieren.
| Pakistan | |
|---|---|
| Fläche: | 796 095 km² |
| Einwohner: | 166,037 Mio. Einw. |
| Ärzte pro 1000 Einwohner: | Ärzte: 0,7/1000 Einw. |
| Säuglings- sterblichkeit: | 79/1000 Geb. |
| Lebenserwartung (Männer): | 64 J. |
| Lebenserwartung (Frauen): | 65 J. |