Besonderen Anlass zur Sorge geben nach wie vor die Verbreitung von Krankheiten, die durch verunreinigtes Wasser entstehen, Mangelernährung, und die Versorgung mit Unterkünften und sauberem Wasser. Die Teams von Ärzte ohne Grenzen setzen ihre Hilfe in den teils seit Wochen betroffenen Gebieten fort und weiten sie nach den neuen Überschwemmungen auch in die Städte Hyderabad und Sukkur in der Provinz Sindh aus, um von dort die Menschen auf beiden Seiten des über die Ufer getretenen Flusses Indus zu erreichen. Die Versorgung der Betroffenen mit sauberem Trinkwasser, medizinische Hilfe für Menschen, die dehydriert sind oder an akuten Durchfallerkrankungen leiden, und die Verteilung von überlebensnotwendigen Hilfsgütern und Zelten sind im Moment am wichtigsten.
Seit Beginn der Überschwemmungen haben Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen in Pakistan:
Derzeit sind 152 internationale Mitarbeiter gemeinsam mit 1.279 pakistanischen Mitarbeitern von Ärzte ohne Grenzen in Pakistan im Einsatz.
Ärzte ohne Grenzen leistet seit 1988 medizinische Hilfe für die lokale Bevölkerung und afghanische Flüchtlinge in Pakistan. Ärzte ohne Grenzen nimmt für die Arbeit in Pakistan keine öffentlichen Gelder an und finanziert die Hilfsprogramme nur aus privaten Spenden.
| Pakistan | |
|---|---|
| Fläche: | 796 095 km² |
| Einwohner: | 166,037 Mio. Einw. |
| Ärzte pro 1000 Einwohner: | Ärzte: 0,7/1000 Einw. |
| Säuglings- sterblichkeit: | 79/1000 Geb. |
| Lebenserwartung (Männer): | 64 J. |
| Lebenserwartung (Frauen): | 65 J. |