Ärzte ohne Grenzen hat innerhalb von 24 Stunden ein Zentrum eingerichtet, in dem Verletzte behandelt werden. Die Mitarbeiter haben Decken, Kochutensilien, Wasserkanister, Zelte sowie Leichensäcke verteilt. Die Hilfsgüter stammen aus dem Lager der Organisation in Islamabad.
Das Hauptanliegen von Ärzte ohne Grenzen ist es nun, die Bevölkerung in kleinen Dörfern in den Bergen zu erreichen und sie mit medizinischer Hilfe und Materialien zu versorgen. Der überwiegende Teil der Erdbeben-Region liegt 2.000 Meter über dem Meeresspiegel. Die Nächte sind dort sehr kalt, die Temperaturen liegen um den Gefrierpunkt.
"Die Menschen versuchen, sich so gut es geht selbst zu helfen. Manche Regionen sind stark betroffen, aber insgesamt scheint das Ausmaß der Zerstörung auf einen 25 bis 30 Kilometer langen Abschnitt beschränkt zu sein", sagte Projektkoordinator Stephen Cooper von Ärzte ohne Grenzen. "Dennoch versuchen wir jene zu finden, die am meisten betroffen sind, um ihnen entsprechende Hilfe zu leisten." In einigen Gebieten ist bislang noch keine Hilfe eingetroffen.
Am Donnerstag machte sich ein Team von Ärzte ohne Grenzen auf dem Weg nach Khan Killi, um den Menschen dort zu helfen. Ein zweites Team untersuchte die Lage im Pishin Distrikt. Ein drittes Team kümmerte sich um Verletzte und verteilte Hilfsgüter.
| Pakistan | |
|---|---|
| Fläche: | 796 095 km² |
| Einwohner: | 166,037 Mio. Einw. |
| Ärzte pro 1000 Einwohner: | Ärzte: 0,7/1000 Einw. |
| Säuglings- sterblichkeit: | 79/1000 Geb. |
| Lebenserwartung (Männer): | 64 J. |
| Lebenserwartung (Frauen): | 65 J. |