Bangladesch
Ein Funken Hoffnung - die Hilfe hat die Betroffenen erreicht

- Ein Mann im Distrikt Barguna. Lediglich die Vorderseite seines Hauses konnte er vor dem Sturm retten.
- Am 15. November 2007 fegte der Zyklon Sidr über den Süden Bangladeschs hinweg und hinterließ in der Küstenregion ein Bild der Verwüstung. Windgeschwindigkeiten bis zu 250 Kilometer in der Stunde entwurzelten Bäume, deckten Dächer ab oder zerstörten Häuser komplett.

- Ein alter Mann steht vor einem frischem Grab, in dem sieben Mitglieder seiner Familie begraben wurden. "Als das Wasser stieg, kletterte ich auf einen Baum, doch mein Haus wurde zerstört. Zwei meiner Söhne und fünf meiner Enkel starben", erzählt er (Distrikt Barguna).
- Mehr als 3.100 Menschen kamen nach offiziellen Angaben durch den Wirbelsturm ums Leben. Doch viele andere werden noch vermisst, so dass anzunehmen ist, dass die tatsächliche Zahl der Toten deutlich höher liegt.

- Geschätzte eine Million Menschen sind von dem Sturm und seinen Folgen betroffen. Diejenigen, die ihn überlebt haben, haben häufig alles verloren: Haus, Vieh und Ernte.
- Einige Überlebende haben damit begonnen, das Geröll, das der Sturm hinterlassen hat, wegzuräumen und ihre Häuser mit dem, was noch zur Verfügung stand, wieder aufzubauen.

- Dort wo die Straßen durch den Sturm unpassierbar geworden waren, benutzen die medizinischen Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen Boote - wie hier in der Region Mathbaria.
- Nachdem sie sich ein Bild von der Lage in fünf der am meisten betroffenen Bezirke im Süden Bangladeschs gemacht hatten, konzentrierten sich die Teams auf Hilfe für die abgelegenen Gegenden Pirojpur und Patuakhali. In Mathbaria, südlich von Pirojpur, behandelten sie die Überlebenden des Sturms in vier mobilen Kliniken.

- Dörfer wie Kachubaria wurden durch den Zyklon von der Außenwelt abgeschnitten. Die meisten Dorfbewohner sind Fischer. Als Flutwellen die Küste trafen, verloren sie ihre Netze, Boote und Häuser.

- Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen haben diesen Klassenraum in Noli im Bezirk Pirojpur in einen Behandlungsraum plus Apotheke umfunktioniert.
- Mobile Kliniken werden häufig in Schulen aufgebaut. Die Mitarbeiter stellen dort Medikamente bereit und behandeln die Kranken kostenlos. Die Teams verteilen auch Seifen, Tabletten zur Reinigung des Wassers und Decken für Kinder unter fünf Jahren und ihre Familien.

- In Kachubaria stehen Mütter vor der Klinik an. Innerhalb von drei Wochen untersuchten Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen rund 3.000 Patienten. Der Bedarf an medizinischer Versorgung ist sehr groß.
- Die Teams kümmern sich vor allem um Kinder unter fünf Jahren, die drei Viertel der Patienten ausmachen.

- Medizinische Untersuchung in Noli, Distrikt Pirojpur.
- Die Menschen leiden unter Durchfallerkrankungen sowie Infektionen der Atemwege, der Haut, der Augen oder kleinerer Wunden. In einigen Gegenden behandeln die medizinischen Teams von Ärzte ohne Grenzen bis zu 80 Patienten täglich.

- In Kalagachia im Distrikt Patuakhali prüfen Mitarbeiter eine Wasserpumpe.
- Verunreinigtes Trinkwasser ist eine der Hauptursachen von Erkrankungen. Die Wasser- und Sanitärexperten von Ärzte ohne Grenzen haben in vielen vom Zyklon betroffenen Dörfern Wasserquellen, Sandfilter und Handpumpen gereinigt beziehungsweise repariert.

- Ein Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen prüft auf der Insel Chalitabunia eine Liste von Hilfsgütern.
- Auf den vom Sturm verwüsteten Inseln um Galachipa im Bezirk Patuakhali verteilte Ärzte ohne Grenzen rund 4.000 Hilfspakete mit Decken, Küchenutensilien und Wasserbehältern.

- Männer warten auf der Insel Chalitbunia mit Coupons in den Händen darauf, ein Hilfspaket zu erhalten.
- Während sie Schlange stehen, reden sie darüber, was und wen ihnen der Sturm alles genommen hat. Viele Menschen starben, weil die Unterkünfte, in die sie sich vor dem Zyklon in Sicherheit hätten bringen können, voll oder zu weit entfernt waren. Andere nahmen Warnungen, die sie erhielten, nicht ernst genug.

- Auf der Insel Hare im Bezirk Galachipa erhält ein Bewohner sein Hilfspaket.
- Die mit Booten verteilten Hilfsgüter bedeuten für die auf den Inseln festsitzenden Menschen einen Funken Hoffnung.

- Mittlerweile hat die Hilfe die Betroffenen erreicht. Viele haben damit begonnen, ihre Häuser wieder aufzubauen.

- Langsam kehrt wieder Normalität ins Leben der Menschen ein.