Honduras 2007: Spiele und Kreativität gehören zum psycho-sozialen Programm im therapeutischen Tageszentrum von Ärzte ohne Grenzen. Damit soll jungen Leuten geholfen werden, die auf der Straße leben. © Marion Jaros
 
Honduras 2007: Spiele und Kreativität gehören zum psycho-sozialen Programm im therapeutischen Tageszentrum von Ärzte ohne Grenzen. Damit soll jungen Leuten geholfen werden, die auf der Straße leben.


Honduras

Die Aktivitäten von Ärzte ohne Grenzen im Überblick

Obdachlose junge Menschen, die auf den Straßen der Hauptstadt Tegucigalpa leben, sind besonders gefährdet. Sie haben kaum Zugang zu medizinischer Hilfe, leben in prekären Verhältnissen und sind oft Zielscheibe von Gewalt. 2008 werden mehr als 500 Personen, die auf der Straße leben und jünger als 24 Jahre sind, in Tegucigalpa ermordet.

 

Die Aktivitäten im Einzelnen (Auszug)

  • Ärzte ohne Grenzen leistet medizinische und psychologische Behandlung sowie soziale Hilfe in einem therapeutischen Tageszentrum, das für Obdachlose im Jahr 2005 eröffnet wird. 2008 kommen mehr als 370 junge Menschen, die auf der Straße leben, in dieses Zentrum, das in Comayaguela liegt, einem verarmten Distrikt der Hauptstadt.
  • Ärzte ohne Grenzen versorgt 310 Personen medizinisch im Jahr 2008. Die meisten Patienten leiden unter Atemwegsinfektionen, Hauterkrankungen, Zahnproblemen, HIV/Aids sowie Verletzungen, die von gewalttätigen Auseinandersetzungen stammen.
  • Die Mitarbeiter koordinieren zudem einen Impfservice für die Besucher dieses Zentrums. Sie werden unter anderem gegen Hepatitis B und Tetanus geimpft.
  • Psychologen von Ärzte ohne Grenzen helfen den jungen Leuten, mit dem Leben auf der Straße, der Angst und den Drogen zurecht zu kommen. Die Teams haben zudem einen medizinischen und psychologischen Überweisungsdienst für diejenigen eingerichtet, die nicht in der Tagesklinik behandelt werden können. Diese Patienten werden in das psychiatrische Krankenhaus verwiesen, weil sie Depressionen haben, suizidal sind, psychotische Phasen erleben oder Alkoholabstinenzsymptome aufweisen.

 

Aids
acquired immune deficiency syndrome: erworbenes Immunmangelsyndrom

 

Ärzte ohne Grenzen ist seit 1988 in Honduras aktiv.

 

Juli 2009
Fotos: Marion Jaros


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