Wegen der Kämpfe und der unsicheren Lage sind derzeit weite Regionen von der medizinischen Versorgung abgeschnitten. Ärzte ohne Grenzen unternimmt alles, um Zugang zu den Bedürftigen zu erhalten. “Wir sind äußerst besorgt um die Verwundeten, die möglicherweise keine Hilfe bekommen”, sagt Baerwaldt. “Es ist dringend geboten, dass den Zivilisten und den Verletzten aller Konfliktparteien sofort Zugang zu lebenserhaltender medizinischer Versorgung gewährt wird.”
Um das medizinische Team in Malakal zu verstärken, hat Ärzte ohne Grenzen einen Chirurgen und einen Anästhesisten dorthin geschickt. Operationsgeräte und medizinisches Material wurden aus Lokichokkio in Kenia nach Malakal geflogen.
Die jüngsten Gewaltausbrüche ereigneten sich nur einige Tage, nachdem am 3. Februar in Malakal selbst Kämpfe ausgebrochen waren. Ärzte ohne Grenzen unterstützte schon nach diesen Kämpfen die Operationsteams des staatlichen Krankenhauses durch vor- und nachoperative Behandlung und half bei der Priorisierung und Stabilisierung der Verwundeten. Zwischen dem 3. und 6. Februar waren 23 Verwundete in das Krankenhaus eingeliefert worden. Einige hatten schwere Verletzungen und mussten sofort operiert werden. Weitere sechs Verletzte wurden am 7. Februar nach Kämpfen in Melut eingeliefert.
| Sudan | |
|---|---|
| Fläche: | 2 505 813 km² |
| Einwohner: | 41,348 Mio. Einw. |
| Ärzte pro 1000 Einwohner: | Ärzte: 0,2/1000 Einw. |
| Säuglings- sterblichkeit: | 62/1000 Geb. |
| Lebenserwartung (Männer): | 55 J. |
| Lebenserwartung (Frauen): | 58 J. |