Sudan/Darfur
Kämpfe in Muhajariya zwingen Ärzte ohne Grenzen, die Bevölkerung ohne ausreichende medizinische Versorgung zurückzulassen
Nach heftigen Kämpfen in Muhajariya, im Süden der sudanesischen Krisenprovinz Darfur, musste Ärzte ohne Grenzen am 15. Januar 2009 einen Großteil des medizinischen Teams in die etwa 80 Kilometer entfernte Provinzhauptstadt Nyala evakuieren. Wie das Team erfuhr, wurde der Stützpunkt von Ärzte ohne Grenzen in Muhajariya niedergebrannt. Die Klinik ist jedoch nach wie vor funktionsfähig. Nach der Evakuierung der Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen haben 35.000 Menschen in Muhajariya und der direkten Umgebung nun keinen ausreichenden Zugang zu medizinischer Hilfe. Ärzte ohne Grenzen hofft, bald wieder mit einem vollständigen Team in Muhajariya helfen zu können und fordert alle Konfliktparteien auf, humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung zu respektieren.
26. Januar 2009
Fotos: Avril Benoît