Somalia 2011: Eine Frau mit ihrem an Mangelernährung leidenden Sohn im Banadir-Krankenhaus in Somalia. © Martina Bacigalupo/Agence VU
 
Somalia 2011: Eine Frau mit ihrem an Mangelernährung leidenden Sohn im Banadir-Krankenhaus in Somalia.


Somalia/Kenia/Äthiopien

Die Bedürftigsten der Somalia-Krise erreichen - Überblick über die Aktivitäten im Jahr 2011

Die humanitäre Krise in Somalia zählt weiterhin zu den schlimmsten weltweit. In diesem Jahr mussten die Somalier die verheerenden Folgen einer Dürre erleben. Sie verschlimmert die Situation in dem Land, das bereits zuvor schwer unter einem langjährigen Konflikt und dem Fehlen eines funktionierenden Gesundheitssystems litt.

Während des Jahres 2011 hat Ärzte ohne Grenzen an 22 verschiedenen Orten in Süd- und Zentralsomalia medizinische Projekte durchgeführt. Desweiteren gibt es große Projekte in den Camps in Kenia und Äthiopien, in die Somalier fliehen.

Zwischen Mai und Dezember 2011 behandelte Ärzte ohne Grenzen mehr als 95.000 mangelernährte Patienten. 235.000 Kinder wurden gegen Masern geimpft und 6.000 Erkrankte behandelt. In den Einrichtungen der Organisation wurden mehr als 5.500 Geburten begleitet und mehr als 450.000 Konsultationen durchgeführt. Trotz intensiver Verhandlungen mit bewaffneten Akteuren bleibt der Zugang zu den am stärksten betroffenen Regionen in Süd- und Zentral-Somalia aber schwierig.

Unser Report gibt eine detaillierte Übersicht über unsere Aktivitäten im Rahmen der somalischen Krise in Kenia, Äthiopien und Somalia selbst.

Masern
Die Krankheit zählt in ärmeren Ländern bei Kindern zu den häufigsten Todesursachen. Besteht die Gefahr einer Masern-Epidemie, führt Ärzte ohne Grenzen in dem betroffenen Gebiet flächendeckende Impfkampagnen durch. Der Impfstoff muss während des Transports ununterbrochen gekühlt werden.

 

Somalia Report 2011: Zahlen und Fakten

 

29. Dezember 2011

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Fotos: Martina Bacigalupo/Agence VU



Länderinformationen

Äthiopien
Äthiopien
Fläche:1 133 380 km²
Einwohner:80,713 Mio. Einw.
Ärzte pro 1000 Einwohner:Ärzte: 0,05/1000 Einw.
Säuglings-
sterblichkeit:
80/1000 Geb.
Lebenserwartung (Männer):42 J.
Lebenserwartung (Frauen):43 J.
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