Somalia 2011: Im Krankenhaus von Galcayo wird ein Patient mit Schussverletzung für die Operation vorbereitet. © Sven Torfinn
 
Somalia 2011: Im Krankenhaus von Galcayo wird ein Patient mit Schussverletzung für die Operation vorbereitet.


Somalia

Ärzte ohne Grenzen behandelt nach schweren Kämpfen Verwundete

Nach heftigen Kämpfen in Somalia behandelt Ärzte ohne Grenzen zahlreiche Verwundete. Die Kämpfe brachen am Donnerstag in der Stadt Galkayo in der Region Mudug in Zentralsomalia aus. Zahlreiche Zivilisten wurden getötet. Im Krankenhaus im Nordteil der geteilten Stadt, das von Ärzte ohne Grenzen unterstützt wird, wurden 60 Verwundete behandelt. Die meisten davon sind Zivilisten. In einem von Ärzte ohne Grenzen betriebenen Krankenhaus im Südteil der Stadt wurden bislang 20 Verwundete behandelt. Die Kämpfe haben bis jetzt mindestens 18 Todesopfer gefordert.

 

"Ärzte ohne Grenzen ist äußerst besorgt über die hohe Zahl an zivilen Opfern der Kämpfe", erklärt Rolland Kaya, Projektkoordinator von Ärzte ohne Grenzen. "Wir werden die Lage weiterhin genau beobachten und die medizinische Hilfe ausdehnen, wenn das nötig ist."

Ärzte ohne Grenzen hat dem Krankenhaus im Norden Galkayos medizinisches Material zur Verfügung gestellt, das benötigt wird, um Verwundete zu versorgen, vor allem für Operationen. Bisher betreibt die Organisation in der Klinik eine Station zur ambulanten Behandlung von Kindern unter 12 Jahren. Im Juli haben die Teams außerdem eine stationäre Kinderabteilung gestartet, zudem betreiben sie ein therapeutisches Ernährungsprogramm für mangelernährte Kinder. In der Klinik im Südteil der Stadt stellen die Mitarbeiter eine umfassende Gesundheitsversorgung sicher und betreiben einen Operationssaal.

In Galkayo herrscht ein gewaltiger Bedarf an medizinischer Hilfe - nicht nur unter der ansässigen Bevölkerung, sondern auch unter den Tausenden Menschen, die vor Gewalt und Hunger in der Umgebung hierher geflohen sind. Ärzte ohne Grenzen ist in einem Umkreis von mehreren hundert Kilometern die wichtigste Organisation, die eine kostenlose Gesundheitsversorgung zur Verfügung stellt.

Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit 1991 ununterbrochen in Somalia und bietet derzeit in acht Regionen im Süden des Landes kostenlose medizinische Versorgung an. Mehr als 1.400 somalische Mitarbeiter, unterstützt von etwa 100 Mitarbeitern in Nairobi, stellen eine medizinische Grundversorgung sicher, behandeln Mangelernährung, führen Operationen durch, betreuen Vertriebene und verteilen Hilfsgüter und Trinkwasser. Ärzte ohne Grenzen leistet außerdem in den Flüchtlingslagern Dadaab in Kenia und Dolo Ado in Äthiopien medizinische Hilfe für somalische Flüchtlinge.

Trinkwasser
Sauberes Wasser ist eine Voraussetzung zum Überleben und zur Vermeidung von Krankheiten. Mitarbeiter bohren Brunnen, organisieren Wassertransporte oder pumpen Flusswasser ab und entkeimen es, meist mit Chlor. Mindestens fünf Liter pro Tag braucht ein Mensch im Flüchtlingslager zum Überleben, 20 Liter sind unter diesen Bedingungen das Minimum zum Trinken, Waschen und Kochen.

 

Gewaltiger Bedarf an medizinischer Hilfe

In Galkayo herrscht ein gewaltiger Bedarf an medizinischer Hilfe - nicht nur unter der ansässigen Bevölkerung, sondern auch unter den Tausenden Menschen, die vor Gewalt und Hunger in der Umgebung hierher geflohen sind. Ärzte ohne Grenzen ist in einem Umkreis von mehreren hundert Kilometern die wichtigste Organisation, die eine kostenlose Gesundheitsversorgung zur Verfügung stellt.

Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit 1991 ununterbrochen in Somalia und bietet derzeit in acht Regionen im Süden des Landes kostenlose medizinische Versorgung an. Mehr als 1.400 somalische Mitarbeiter, unterstützt von etwa 100 Mitarbeitern in Nairobi, stellen eine medizinische Grundversorgung sicher, behandeln Mangelernährung, führen Operationen durch, betreuen Vertriebene und verteilen Hilfsgüter und Trinkwasser. Ärzte ohne Grenzen leistet außerdem in den Flüchtlingslagern Dadaab in Kenia und Dolo Ado in Äthiopien medizinische Hilfe für somalische Flüchtlinge.

Trinkwasser
Sauberes Wasser ist eine Voraussetzung zum Überleben und zur Vermeidung von Krankheiten. Mitarbeiter bohren Brunnen, organisieren Wassertransporte oder pumpen Flusswasser ab und entkeimen es, meist mit Chlor. Mindestens fünf Liter pro Tag braucht ein Mensch im Flüchtlingslager zum Überleben, 20 Liter sind unter diesen Bedingungen das Minimum zum Trinken, Waschen und Kochen.

 

02. September 2011

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Fotos: Sven Torfinn



Länderinformationen

Somalia
Somalia
Fläche:637 657 km²
Einwohner:8,954 Mio. Einw.
Säuglings-
sterblichkeit:
133/1000 Geb.
Lebenserwartung (Männer):47 J.
Lebenserwartung (Frauen):49 J.
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