Marokko
Die Aktivitäten von Ärzte ohne Grenzen im Überblick
Viele Migranten finden sich völlig unerwartet in Marokko wieder, da sie die Grenze in die Nachbarländer nicht überqueren können. Sie stranden in Städten wie Rabat und Casablanca, wo sie oft keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben.
Die Aktivitäten im Einzelnen (Auszug)
Die Teams von Ärzte ohne Grenzen in Rabat, Casablanca und Oujda betreuen kurative und präventive Aktivitäten: Sie ermöglichen den Migranten den Zugang zu Gesundheitseinrichtungen und stellen eine qualitative medizinische Versorgung sicher. Im Jahr 2008 führen die Mitarbeiter mehr als 4.000 Konsultationen durch. Gleichzeitig setzt sich Ärzte ohne Grenzen bei den Behörden und anderen Ämtern dafür ein, dass diese ihre Verantwortung für die Gesundheit der Migranten übernehmen. Im Jahr 2008 übergibt Ärzte ohne Grenzen einen Bericht über Gewalt und Migration an die spanischen und marokkanischen Behörden, der die Herausforderungen aufzeigt, mit denen die Menschen konfrontiert sind. Da die Migranten in Marokko festsitzen und keine Möglichkeit haben, sich ihr Leben zu verdienen, nehmen illegale Aktivitäten zu, wie Prostitution und Zwangsarbeit in Verbindung mit Menschenhändlerringen. Als Folge tauchen neue gesundheitliche Probleme auf, die die sexuelle und reproduktive Gesundheit betreffen.
Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit 1997 in Marokko.
Juli 2009