Mali
Die Aktivitäten von Ärzte ohne Grenzen im Überblick
Malaria ist eine der Haupttodesursachen in Subsahara-Afrika. In Mali sterben daran vor allem Kinder unter fünf Jahren. Ärzte ohne Grenzen arbeitet in der Region Kangaba, im südlichen Mali, wo
Malaria besonders häufig vorkommt. Es ist ein armer Landstrich, in dem nur wenige Bewohner Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Besonders schlimm ist es in der Regenzeit, wenn viele Dörfer isoliert sind und sich
Malaria am schnellsten ausbreitet.
- Malaria
- Häufigste Tropenkrankheit, die durch die weibliche Anopheles-Mücke übertragen wird. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkranken 300 bis 500 Millionen Menschen jährlich an Malaria, mehr als eine Million Menschen sterben daran. Ärzte ohne Grenzen setzt sich für die Behandlung mit schnell wirksamen und gut verträglichen Kombinationspräparaten auf der Basis des Wirkstoffs Artemisinin (ACT) ein.
Die Aktivitäten im Einzelnen (Auszug)
- In Kangaba unterstützt Ärzte ohne Grenzen elf Kliniken. Dies trägt dazu bei, dass die Gesundheitsversorgung für Kinder unter fünf Jahren sowie für Schwangere kostenlos ist und die Behandlung von Kindern unter fünf Jahren, die Fieber haben, nur wenig kostet. Als Folge werden jetzt mehr Malariafälle frühzeitig behandelt, so dass es seltener zu Rückfällen kommt, die manchmal tödlich enden. Dieser Trend zeigt sich auch bei der Behandlung anderer Krankheiten. Ärzte ohne Grenzen hat zudem mobile Teams als Gemeindehelfer eingesetzt. Sie werden geschult und ausgestattet, um in abgelegenen Dörfern während der Regenzeit schnell unkomplizierte Malariafälle bei Kindern unter zehn Jahren aufzuspüren und zu behandeln. 2008 führen die Teams mehr als 83.500 Konsultationen durch. Die Zahl der Malariakranken liegt 2008 bei mehr als 35.700 - im Vergleich zu 25.640 im Vorjahr. Dabei sinkt der Prozentsatz der schweren Malariafälle: von 2,1 Prozent in 2007 auf 1,7 Prozent in 2008.
- In Timbuktu behandelt Ärzte ohne Grenzen geburtshilfliche Fisteln. Fisteln entstehen meist beim Geburtsvorgang, wenn es zu Komplikationen kommt und keine medizinische Hilfe möglich ist. Eine Fistel ist eine Art Loch zwischen dem Enddarm und der Vagina oder zwischen der Blase und der Vagina. Sie führt zu Inkontinenz. Frauen, die unter einer Fistel leiden, werden oft aus der Gemeinschaft ausgestoßen. 2008 führt Ärzte ohne Grenzen gemeinsam mit dem Regionalkrankenhaus von Timbuktu drei chirurgische Sessions durch, bei denen 160 Frauen kostenlos operiert werden. Die kostenlose Behandlung ist Teil eines umfassenden Ansatzes, der die prä- und postoperative Versorgung ebenso einschließt wie Gesundheitsaufklärung und Gesundheitserziehung, psychosoziale Hilfe und Physiotherapie. Darüber hinaus wird den Frauen ein Ort geboten, an dem sie sich untereinander austauschen und die Rückkehr in ihre Dörfer vorbereiten können. Ärzte ohne Grenzen ermutigt die Frauen zudem, ihre Angst vor der Operation zu überwinden.
- Zwischen Mai und Dezember ist Ärzte ohne Grenzen in der Region Kidal präsent, in der ein niedrigschwelliger Konflikt zwischen Regierungstruppen und Touareg-Rebellen herrscht. Es wird vermutet, dass die Hälfte der etwa 52.000 Bewohner die Region aufgrund der angespannten Lage verlassen hat. Ärzte ohne Grenzen leistet Basismedizin durch zwei mobile Teams an den Orten, an denen sich die meisten Menschen sammeln. Außerdem unterstützen die Mitarbeiter die Kinderstation des Krankenhauses von Kidal und ermöglichen den Patienten, die operiert werden müssen, die Überweisung ins Stadtkrankenhaus von Gao.
- Malaria
- Häufigste Tropenkrankheit, die durch die weibliche Anopheles-Mücke übertragen wird. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkranken 300 bis 500 Millionen Menschen jährlich an Malaria, mehr als eine Million Menschen sterben daran. Ärzte ohne Grenzen setzt sich für die Behandlung mit schnell wirksamen und gut verträglichen Kombinationspräparaten auf der Basis des Wirkstoffs Artemisinin (ACT) ein.
- Physiotherapie
- Krankengymnastik
Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit 1992 in Mali.
Juli 2009
Fotos: Bruno De Cock