Das UNHCR hat Vorbereitungen für die Errichtung eines Camps im Ort Bahn getroffen, 50 Kilometer westlich der ivorischen Grenze. Dort können zwischen 15.000 und 18.000 ivorische Flüchtlinge unterkommen. Falls notwendig, wird Ärzte ohne Grenzen in diesem Lager medizinische Hilfe leisten. Es bleibt jedoch unklar, wie viele Flüchtlinge bereit sind, in das UNHCR-Camp überführt zu werden.
Ärzte ohne Grenzen beobachtet seit dem 22. Januar die Lage der Flüchtlinge entlang der Grenze und leistet mit mobilen Kliniken kostenlose Basisgesundheitsversorgung. Innerhalb der ersten vier Tage hat das medizinische Team 763 Konsultationen durchgeführt, die meisten Patienten litten an Durchfall- und Atemwegserkrankungen. Ärzte ohne Grenzen überwacht zudem die epidemiologische Situation und kann im Falle eines Ausbruchs, z.B. von Masern, sofort eingreifen.
Ärzte ohne Grenzen wird die medizinische Hilfe mit mobilen Kliniken vermutlich noch einige Wochen fortsetzen. Ob die Teams auch in dem Flüchtlingslager Hilfe leisten werden, wird von der Zahl der Flüchtlinge abhängen, die dort unterkommen, und von ihren gesundheitlichen Bedürfnissen.
Im Westen der Elfenbeinküste (Duékoué) bietet Ärzte ohne Grenzen bereits primäre und sekundäre Gesundheitsversorgung für Vertriebene und die lokale Bevölkerung an.
| Elfenbeinküste | |
|---|---|
| Fläche: | 322 462 km² |
| Einwohner: | 20,591 Mio. Einw. |
| Ärzte pro 1000 Einwohner: | Ärzte: 0,1/1000 Einw. |
| Säuglings- sterblichkeit: | 118/1000 Geb. |
| Lebenserwartung (Männer): | 45 J. |
| Lebenserwartung (Frauen): | 47 J. |