Ärzte ohne Grenzen unterstützt seit dem 3. Januar das städtische Krankenhaus, aus dem ein Großteil des medizinischen Personals verschwunden war. Bis zum 7. Januar versorgte ein chirurgisches Team mehr als 53 Verwundete. Zwei Patienten starben an ihren Verletzungen. Derzeit setzt Ärzte ohne Grenzen den Operationssaal in Stand und arbeitet an einer Verbesserung der Wasserversorgung im Krankenhaus. Das medizinische Team wird die technische Unterstützung für das Krankenhaus in den kommenden Tagen fortsetzen.
Im Laufe des Wochenendes hat sich die Lage vor Ort beruhigt. Dennoch bleiben zahlreiche Menschen weiterhin vertrieben. Seit Donnerstag, dem 6. Januar, führt ein Team von Ärzte ohne Grenzen in einem provisorischen Notlager außerhalb von Duékoué, in dem sich 12.300 Vertriebene versammelt haben, jeden Tag durchschnittlich 50 Konsultationen durch. Die Menschen leiden vor allem an Malaria und Bluthochdruck. Sieben Patienten mussten in ein Krankenhaus überwiesen werden.
Ärzte ohne Grenzen wird die ambulanten Aktivitäten in dem Lager voraussichtlich noch einige Wochen fortsetzen. Nach einer Evaluierung der Gesundheitsbedürfnisse der Menschen wird über die Eröffnung eines Projekts entscheiden.
| Elfenbeinküste | |
|---|---|
| Fläche: | 322 462 km² |
| Einwohner: | 20,591 Mio. Einw. |
| Ärzte pro 1000 Einwohner: | Ärzte: 0,1/1000 Einw. |
| Säuglings- sterblichkeit: | 118/1000 Geb. |
| Lebenserwartung (Männer): | 45 J. |
| Lebenserwartung (Frauen): | 47 J. |